Wochenrückblick -

Die Woche mit der DHZ Nicht ohne mein Handy

Nachricht der Woche: Handys sind Beziehungskiller. Wer ständig telefoniert, provoziert Streit und Ärger. Es gibt allerdings einen Ausweg aus diesem Dilemma.

Jana Tashina Wörrle
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Das Handy ist eine schreckliche Erfindung. Es treibt uns in die Schuldenfalle, zerstört die Umwelt und Beziehungen und liefert den Geheimdiensten dazu noch eine einfache Möglichkeit, uns zu überwachen. Und trotzdem lieben wir es und wollen es um keinen Preis der Welt missen. Vor allem die Smartphones, mit denen man ganz bequem von überall aus Mails verschicken, im Netz surfen und dazu noch telefonieren kann – einfach praktisch.

Eine Umfrage von TNS Emnid hat jetzt aber ergeben, dass jeder vierte Deutsche heute eher auf das Handy des Partners eifersüchtig ist als auf einen anderen Mann oder eine andere Frau. Grund sei die viele Zeit, die viele mit dem Gerät statt mit dem Partner verbringen.

Gemeinsam Apps runterladen, mailen, chatten, surfen

Das Ergebnis war übrigens ein Zufallsfund. Denn die Studie – in Auftrag gegeben vom Energieversorger Eon – hatte eigentlich die Kosten für das Aufladen des Handys abgefragt. Doch die Kosten schienen dabei schnell vergessen zu sein. Schließlich gibt es wichtigeres, wenn das technische Spielzeug einen die Beziehung kaputt macht. Oder nicht? Auch Eon wird es freuen, dass die Deutschen sich weniger einen Kopf um die Stromkosten machen. Und natürlich wenn wir weiterhin abhängig sind von technischen Geräten.

Wer etwas gegen das Problem tun will, – ich meine nicht gegen das Handy, denn von diesem loszukommen, ist wahrscheinlich sowieso schon zu spät, sondern die Eifersucht – könnte ja seinem Partner ganz einfach auch ein neues Smartphone kaufen. Dann könnten Sie gemeinsam mit den Handy spielen, Apps runterladen, mailen, chatten, surfen und die Akkus aufladen und es gäbe keinen Grund mehr für die Eifersucht. Aufpassen sollten Sie nur, dass Sie bei Facebook und Co immer in etwa die gleiche Anzahl an Freunden haben – ansonsten könnte neuer Ärger drohen.

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