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Bundestarifvertrag Tarifvertrag ab 2021: Schornsteinfeger bekommen mehr Geld

Die Tarifpartner im Schornsteinfegerhandwerk haben sich auf einen neuen Bundestarifvertrag geeinigt. Demnach erhalten angestellte Schornsteinfeger ab diesem Jahr monatlich bis zu 75 Euro mehr. Ab 2022 erhöht sich der Tariflohn ein weiteres Mal. Frischgebackene Meister profitieren zudem von einer weiteren Einigung.

Abhängig von der Gehaltsgruppe erhalten angestellte Schornsteinfeger ab diesem Jahr monatlich 70 Euro beziehungsweise 75 Euro mehr. Im Jahr 2022 erhöht sich der Tariflohn um weitere 70 Euro beziehungsweise 75 Euro monatlich. Auf diese Lohnanpassung einigten sich die Tarifkommissionen des Bundesverbandes des Schornsteinfegerhandwerks (ZIV) und des Zentralverbandes Deutscher Schornsteinfeger – gewerkschaftlicher Fachverband – (ZDS) nach drei Verhandlungsrunden. Der neue Bundestarifvertrag hat eine Laufzeit von zwei Jahren. "Mit dieser Lohnsteigerung unterstreichen die Arbeitgeber ihre Bereitschaft, die Leistungen ihrer Mitarbeiter angemessen zu entlohnen", kommentierte ZIV-Präsident Oswald Wilhelm das Ergebnis.

Eine weitere Einigung sieht vor, dass berufliche Qualifikation künftig noch schneller honoriert wird. Demnach sollen Meister im Schornsteinfegerhandwerk fortan unmittelbar nach bestandener Meisterprüfung in eine höhere Tarifgruppe wechseln können. Bislang war dies nur mit Nachweis von Berufsjahren möglich.

Keine Einigung bei flexiblen Arbeitszeiten

Die von der Gewerkschaft geforderte Flexibilisierung der Arbeitszeit wird hingegen nicht Gegenstand des Bundestarifvertrags sein. "Die einzelnen Schornsteinfegerbetriebe sollen weiterhin im Rahmen des bestehenden Arbeitsrechts Arbeitszeiten mit ihren Arbeitnehmern vereinbaren", teilte der ZIV mit. Flexible Arbeitszeiten seien im betrieblichen Alltag längst Praxis, es bedürfe deshalb keiner weiteren Regulierung, so die Auffassung der Arbeitgebervertretung. fre

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