Köpfe -

Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Neuer BDA-Chef Kramer bekommt viel zu tun

Mit Ingo Kramer gibt es einen neuen Mann an der Spitze der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände. Mit Blick auf die bevorstehenden Entscheidungen von Schwarz-Rot startet er in einer schwierigen Phase.

Der Bremerhavener Unternehmer Ingo Kramer ist wie erwartet zum neuen Präsidenten der Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände (BDA) gewählt worden. Er löst damit den langjährigen Präsidenten Dieter Hundt ab.

Kramer startet in einer kritischen Phase für die deutsche Wirtschaft: In den aktuellen Koalitionsverhandlungen in Berlin  werden derzeit neue Regulierungen und Auflagen für die Wirtschaft ausgebrütet. Frühverrentung, Mindestlohn, Energiewende: Union und SPD belasteten die Wirtschaft in gefährlichem Maße, wie die Spitzenverbände befürchten.

"Das darf doch wohl nicht wahr sein"

Der neue BDA-Präsident bekommt also vom Start weg viel zu tun. In seiner Rede zum Amtsantritt geißelte der neue Arbeitgeberpräsident gleich die teuren Ausgabenwünsche und den Dirigismus von Union und SPD. "Das darf doch wohl nicht wahr sein", rief Kramer.

Kramer ist gelernter Wirtschaftsingenieur und führt das Familienunternehmen J. Heinr. Kramer, ein Maschinen- und Anlagenbaubetrieb. Dort arbeitet er seit dem 29. Lebensjahr.

Auf der politischen Brücke stand der 60-Jährige bislang weniger. Er war im BDA in der zweiten Reihe tätig und engagierte sich im regionalen Arbeitgeberverband Nordmetall. Er ist nun die Stimme von einer Million Unternehmen in Deutschland. bur

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten