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Selbständige Handwerker und Firmenwagen Neuen Firmenwagen gekauft? – Steuerfallen und Gestaltungstipps

Soll ein neuer Firmenwagen gekauft werden oder hat der Kauf bereits stattgefunden, gibt es einige steuerliche Besonderheiten, die selbständige Handwerker unbedingt beachten sollten.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

So nutzen Sie den Investitionsabzugsbetrag

Erfüllt ein Handwerksbetrieb die Voraussetzungen für den Investitionsabzugsbetrag und möchte sich in den Jahren 2017 bis 2019 einen neuen Firmenwagen gönnen, kann er bereits vom Gewinn 2016 ganze 40 Prozent der voraussichtlichen Investitionskosten abziehen. Das Finanzamt kippt diesen Investitionsabzugsbetrag jedoch rückwirkend, wenn der Pkw im Jahr des Kaufs und im Jahr danach nicht mindestens zu 90 Prozent betrieblich genutzt wird.

Wer also jetzt schon sicher weiß, dass er seinen Firmenwagen nach der Fahrtenbuchmethode nicht zu mindestens 90 Prozent betrieblich nutzen wird, sollte besser die Finger vom Investitionsabzugsbetrag lassen. Das erspart viel Ärger und häufig auch ans Finanzamt fällige Nachzahlungszinsen.

Das gilt als Sonderabschreibung

Kauften Sie 2016 einen Firmenwagen für einen Mitarbeiter, profitieren Sie möglicherweise von der 20-prozentigen Sonderabschreibung, die zusätzlich zur linearen Abschreibung abgezogen werden darf.

Die Sonderabschreibung winkt bei der Einnahmen-Überschussrechnung 2016, wenn der Gewinn im Vorjahr (also im Jahr 2015!) nicht mehr als 100.000 Euro betragen hat. Bei bilanzierenden Handwerkern darf der Wert des Betriebsvermögens zum 31. Dezember 2015 (Jahr vor dem Autokauf) nicht mehr als 235.000 Euro betragen haben. Die mindestens 90-prozentige betriebliche Nutzung im Jahr des Kaufs und im Jahr danach gilt bei Überlassung des Fahrzeugs an Mitarbeiter stets als erfüllt. dhz

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