Steuertipps -

Ab 2021 Neue Steuersparmöglichkeit bei Vermietung

Der Regierungsentwurf zum Jahressteuergesetz 2020 hält für Vermieter von Immobilien eine Überraschung parat.

Planen Sie also den Kauf einer Immobilie, die Sie einem Familienmitglied (z.B. an Kind oder Eltern) vermieten möchten, sollten Sie abwarten, bis das Jahressteuergesetz 2020 tatsächlich verabschiedet wird. Denn je niedriger die Vermietungseinnahmen ausfallen, desto höher fällt der steuerliche Vermietungsverlust aus, der steuerlich mit anderen Einkünften wie mit dem Gewinn aus Gewerbebetrieb, Arbeitslohn oder Renten steuersparend verrechnet werden darf.

Mindestmiete niemals unterschreiten

Die Mindestmiete von derzeit 66 Prozent und für 2021 geplant 50 Prozent darf niemals unterschritten werden. Denn werden beispielsweise nur 40 Prozent der ortsüblichen Miete mit dem Mieter vereinbart, lässt das Finanzamt für die im Zusammenhang mit der Vermietung angefallenen Kosten nur 40% als Werbungskosten zum Abzug zu.

Steuertipp: Nicht möglich dürfte es sein, die laufenden Mietverträge bei Mietverhältnissen mit Angehörigen zum 1. Januar 2021 anzupassen, in dem ab dem 1. Januar 2021 nur noch eine 50-prozentige Miete zu zahlen ist. Denn diese Anpassung würde dem Fremdvergleich widersprechen und deshalb vom Finanzamt nicht anerkannt werden. Denn würde mit einem fremden Mieter ein Mietverhältnis bestehen, würden Sie die Miete schließlich zum 1. Januar 2021 nicht mindern.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten