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Studie zum Verbraucherverhalten Nachhaltigkeit ist wichtiges Verkaufsargument

Nachhaltigkeit in der Produktion und ökologisch korrekte Produkte gelten zunehmend als wichtige Kaufargumente für deutsche Verbraucher und somit als Wettbewerbsfaktoren für Betriebe. Wie eine Studie zeigt, kennen sich die Kunden aber oft wenig mit den Hintergründen aus. Hier können Betriebe aufklären.

94 Prozent der deutschen Verbraucher ist Umweltschutz wichtig und 84 Prozent sind der Überzeugung, dass sie einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten können – zum Beispiel bei Kauf von nachhaltig produzierten Waren. So entwickeln sich diese mehr und mehr zu Verkaufsargumenten und Wettbewerbsfaktoren sowohl bei Investitionsgütern als auch bei Produkten des täglichen Gebrauchs. Das sind Ergebnisse einer Studie der Managementberatung Kienbaum gemeinsam mit dem Center of Automotive Research (CAR) an der Universität Duisburg-Essen.

Doch trotz dieser Einschätzung zeigt sich, dass sich die Kunden, oft gar nicht mit den Kriterien einer nachhaltigen Warenproduktion auskennen. "Konsumenten wollen sich offenbar ökologisch verhalten, auch wenn die Realität immer wieder scheinbar das Gegenteil lehrt", sagt Martin Neuhold, Director bei Kienbaum. So hätten die Käufer große Wissenslücken beim Thema nachhaltiger Konsum.

Produktion transparent gestalten

Unwissenheit zeigte sich bei der Studie über grundlegende thematische Zusammenhänge: So spielt für mehr als 80 Prozent der Autokäufer der Verbrauch eine wichtige Rolle. Doch nur 55 Prozent gaben an, dass auch geringe CO2-Werte ein wichtiges Kriterium für die Kaufentscheidung sind. Dies bedeutet im Umkehrschluss, dass rund ein Viertel der Autokäufer noch immer nicht weiß, dass Verbrauch und Emissionen eines Kraftfahrzeugs in einem direkten Zusammenhang stehen.

Um die bestehenden Unsicherheiten auszuräumen, sind der Studie zufolge Effizienzklassen ein gangbarer Weg, um dem Verbraucher Hinweise auf die ökologischen Auswirkungen eines Produktes zu geben. Denn das Wissen um Effizienzklassen wie bei Elektrogeräten oder anderer Technik beeinflusst immerhin schon 65 Prozent der Befragten in ihren Kaufentscheidungen.

Um die Themen Ökologie und Nachhaltigkeit fürs Marketing richtig zu nutzen, sollten Betriebe also auch viel Aufklärungsbereitschaft zeigen und bereit sein, ihre eigenen Produktionsverfahren transparent zu gestalten. dhz

Mehr zum Thema Neo-Ökologie lesen Sie im Beitrag "Nachhaltigkeit wird zum Wettbewerbsfaktor".

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