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Steuertipp MwSt-Erhöhung 2021: Diese Regeln gelten im Gerüstbauerhandwerk

Für Leistungen, die ab dem 1. Januar 2021 ausgeführt werden, gilt wieder ein Umsatzsteuersatz von 19 Prozent. Doch wann gilt im Gerüstbauerhandwerk eine Leistung als ausgeführt? Das Finanzministerium Schleswig-Holstein nahm nun Stellung dazu.

Es deutet alles darauf hin, dass die Absenkung der Mehrwertsteuer wie geplant nur bis zum 31. Dezember 2020 gilt. Im Gerüstbauerhandwerk stellt sich die Frage: Wann gilt eine Leistung als ausgeführt? In einer Verfügung des Finanzministeriums Schleswig-Holstein wurden zum Zeitpunkt der Ausführung einer Leistung folgende umsatzsteuerliche Grundsätze aufgestellt (FM Schleswig-Holstein, Kurzinfo v. 2. September 2020, Az. VI 3510 – S 7100 – 758):

  • Mit der Zurverfügungstellung eines fachmännisch montierten Gerüsts für einen bestimmten Zeitraum erbringt der Unternehmer eine einheitliche sonstige Leistung.
  • Es handelt sich dabei um keine Werkleistung im umsatzsteuerlichen Sinn.
  • Die Leistungen Montage und Demontage sind Nebenleistungen zu der Hauptleistung, der Grundvorhaltung des Gerüsts für eine bestimmte Zeit (analog Abschnitt 3.10 Abs. 5 Sätze 3 und 4 Umsatzsteuer-Anwendungserlass).
  • Liegen keine Teilleistungen vor, wird die gesamte sonstige Leistung mit Abschluss der Demontage des Gerüsts als ausgeführt angesehen.

Steuertipp: Sofern einzelne Leistungsbestandteile einzeln geschuldet und bewirkt werden, liegen Teilleistungen im Sinn von § 13 Abs. 1 Nr. 1 Buchstabe a Satz 3 UStG vor. Solche Teilleistungen werden im Zeitpunkt ihrer Vollendung ausgeführt.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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