Sächsischer Handwerkstag -

Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen Morlok will Liquidität des Handwerks stärken

Sachsens Wirtschaftsminister Sven Morlok (FDP) hat die Absicht der Landespolitik bekräftigt, über den Bundesrat für die Abschaffung der seit 2006 bestehenden Vorfälligkeit von Sozialversicherungsbeiträgen Sorge zu tragen. Eine entsprechende Bundesratsinitiative des Freistaats soll in Kürze abschließend im Kabinett besprochen werden.

Ob es allerdings noch vor der Bundestagwahl zu einem Ergebnis kommt, sei unklar, wie Morlok auf der Fachmesse „SachsenBack“ in Dresden sagte.

Die seinerzeit von Rot-Grün eingeführte Regelung zur Entlastung der Sozialkassen stößt – nicht zuletzt wegen längst wieder sprudelnder Einnahmen an Steuern und Abgaben – vor allem im Handwerk auf massives Unverständnis. Zu schaffen macht kleinen und mittleren Unternehmen nicht nur der regelmäßige Entzug von Liquidität, sondern auch der unverhältnismäßig hohe  bürokratische Aufwand. Daher fordern Handwerksorganisationen die Politik auf Bundes- und Landesebene seit längerem auf, die Abführung von Sozialversicherungsbeiträgen wieder an die monatlichen Lohnzahlungen zu koppeln.    

Der seit den 1990-er Jahren zunächst in Dresden, zwischenzeitlich in Leipzig und seit einigen Jahren wieder in Dresden veranstaltete dreitägige Branchentreff „SachsenBack“ fand 2013 zum 18. Mal statt. Auf dem Messegelände Dresden präsentierten rund 200 Aussteller aus fünf Ländern Rohstoffe für Bäcker und Konditoren, Arbeits- und Betriebstechnik sowie weitere Ausrüstungen für Geschäft und Verkauf. Mehr als 8.000 Besucher kamen.

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