Unternehmensführung -

Unternehmen schrecken digitale Bewerber ab Mobile Bewerbungen in jedem vierten Fall unmöglich

Jeder zweite hat laut einer aktuellen Umfrage schon mal eine mobile Bewerbung abgebrochen. Ein Grund, Unternehmen sind nicht für diese Form von Bewerbungen gerüstet.

Der Großteil der Jobsuchenden sucht auf Online-Jobbörsen nach der nächsten Stelle. 76 Prozent nutzen dafür ihr Smartphone, wie eine Untersuchung unter 1.520 Fachkräften und 107 Personal-Verantwortlichen ergab. Fast jeder zweite Bewerber hat die anschließende Bewerbung via Smartphone oder Tablet aber schon abgebrochen, so die Auswertung einer Studie von meinestadt.de und der Hochschule RheinMain.

Die Gründe liegen dabei oft nicht beim Bewerber selbst. Zwar fehlen oft Informationen zum Ausfüllen der Bewerbung, aber oft sind die Internetseiten der Unternehmen nicht für Mobilgeräte optimiert. So war in mehr als 10 Prozent der Fälle die Darstellung der Stellenanzeige oder Karriereseite am Smartphone "furchtbar". In gut 25 Prozent der Fälle war eine Bewerbung mittels Smartphone schlicht unmöglich.

Diese Diskrepanz ist den Personal-Verantwortlichen durchaus bewusst. Über 40 Prozent der Befragten haben ihren Online-Karriere-Auftritt noch nicht für mobile Geräte optimiert. Neben fehlender Information zum Thema (37,1 Prozent), fehlenden technischen Kenntnissen (14,3 Prozent) und unwilliger Geschäftsführung (11,4 Prozent), gaben ein Viertel an, dass es noch genug Bewerber über klassische Wege gäbe.

Wollen Unternehmen digitalaffine Bewerber ansprechen, müssen diese das Prozedere an andere mobile Applikationen anpassen, sagt Prof. Dr. Jäger von der Hochschule RheinMain. „Bewerber sind es als Konsumenten gewohnt, dass es mobil beim Shoppen und bei anderen Transaktionen schnell vorangeht." Das gilt auch im Hinblick auf die Rückmeldung der Unternehmen. Knapp 70 Prozent erwarten diese innerhalb einer Woche. Jeder Achte möchte sogar am Tag der Bewerbung oder am nächsten Tag eine Antwort des Unternehmens erhalten. dhz

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