Freiburg -

Jobmotoren Mittelstand schafft Arbeitsplätze

Der Mittelstand schafft Arbeitsplätze. Die Badische Zeitung zeichnete erneut erfolgreiche "Jobmotoren" aus.

Mittelstand schafft Arbeitsplätze
Die Jobmotor-Sieger (hintere Reihe von links): Anja Patschinski, Jürgen Riesterer (beide Riesterer Retail Solutions), Toni Elbert, Andreas und Kurt Grieshaber, Ulf Tonne (Grieshaber Logistics), Lucius... -

Genau 899 Arbeitsplätze haben die 47 Firmen geschaffen, die am Wettbewerb Jobmotor 2014 der Badischen Zeitung teilgenommen haben. Das sagte BZ-Chefredakteur Thomas Hauser bei der Preisverleihung am Freitag in der Meckelhalle der Sparkasse Freiburg. „Der Eindruck, dass immer nur Arbeitsplätze abgebaut werden, ist falsch“, betonte er. Vor allem der Mittelstand schaffe viele Stellen, das gehe aber geräuschlos vor sich.

Der Jobmotor wird in mehreren Kategorien vergeben. Er geht an Unternehmen aus dem Südwesten Baden-Württembergs, bei denen der Zuwachs an Arbeitsplätzen besonders groß ist, sowie an Betriebe, die pfiffige Ideen haben, wie man Mitarbeiter findet und an das Unternehmen bindet. Unterschieden wird zwischen kleinen Firmen (ein bis 19 Beschäftigte), mittleren (20 bis 199 Mitarbeiter) und größeren (mehr als 200 Beschäftigte).

Sieger in der Kategorie über 200 Mitarbeiter ist die Spedition Grieshaber Logistics in Bad Säckingen. Den Preis in der Kategorie bis 200 Mitarbeiter hat die Firma Pimicos aus Eschbach gewonnen. In der Kategorie der kleinen Firmen liegen zwei Firmen auf dem ersten Platz: Riesterer Retail Solutions und Leaserad – beide aus Freiburg.

"Wie er sich für Jugendliche in der Ausbildung einsetzt, ist einmalig."

Die Preise für originelle Konzepte, wie man Mitarbeiter findet und bindet, gingen an Spiegelhalter Holzleisten aus Bernau, SBS-Feintechnik aus Schonach und die Metzgerei Lederer in Weil am Rhein.

Joachim Lederer vertritt damit in diesem Jahr erfolgreich das regionale Handwerk. Michael Schwab, Vorstandsmitglied der Handwerkskammer Freiburg lobte in seiner Laudatio die Strategie des Gewinners. Überall ist die Rede von Fachkräftemangel – für Joachim Lederer scheint die Herausforderung der Fachkräftesicherung gar nicht zu existieren. Dies liege in seiner Person, so Schwab. „Ich kenne kaum einen Unternehmer, der mit so viel Herzblut Arbeitgeber ist. Wie er sich für Jugendliche in der Ausbildung einsetzt, ist – ohne Wenn und Aber – einmalig.“ Auch für lernschwache Schüler und Jugendliche mit schwierigen Lebensläufen entwickelt er erfolgreiche Konzepte. Jugendliche, die sonst keine Chance bekommen würden, blühen bei Lederer förmlich auf.

Seine Mitarbeiter – so sagt er selbst – sind für ihn alles. Er erkennt und fördert die Potenziale jedes Einzelnen. Diese Philosophie zahlt sich aus und das nicht nur beim Jobmotor.
Informationen zum Jobmotor unter badische-zeitung.de/jobmotor.

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