Unternehmensführung -

Mobile Recruiting Mitarbeiter über mobiles Internet suchen und finden

Der Markt von Tablets und Smartphones boomt. Gerade für junge Leute sind sie primärer Zugang zum Internet. Um sie als Fachkräfte von morgen zu gewinnen, sollten Betriebe die Bewerber dort abholen, wo sie sind: in sozialen Netzwerken.

Im Handwerk erachten 69 Prozent der Personalverantwortlichen mobile Angebote für sinnvoll, um neue Mitarbeiter zu finden. 30 Prozent der Handwerker erwarten eine mobile Stellenausschreibung, das zeigt eine Studie von Bitkom Research.

"Kleine und mittlere Unternehmen sollten sich an den Großen orientieren und im Wettbewerb um die besten Fachkräfte alle verfügbaren Kanäle nutzen", rät Martin Schmidt, Bereichsleiter Personalentwicklung des Branchenverbandes Bitkom. Deshalb sollten auch sie das "Mobile Recruiting" nutzen.

57 Prozent der Betriebe setzen auf mobile Angebote

In Deutschland setzen immer mehr Personalchefs bei der Suche nach geeigneten Bewerbern auf mobile Endgeräte wie Smartphones oder Tablet Computer wie der Branchenverband Bitkom mitteilt. "Mobile Recruiting" wird bereits von 57 Prozent der Unternehmen in Deutschland eingesetzt. Laut einer Studie von Bitkom Research setzen 34 Prozent der Unternehmen auf soziale Netzwerke wie Facebook oder Google+. 29 Prozent der Unternehmen Suchen Bewerber über Business-Netzwerke wie Xing oder LinkedIn. Spezielle mobile Karriere-Webseiten nutzt ein Viertel der Unternehmen und 17 Prozent bauen auf eigene Apps zur Mitarbeitersuche.

"Betriebe müssen die Jobsuchenden da abholen, wo sie sind", sagt Schmidt. Angesichts boomender Märkte für Smartphones und Tablets sei das das mobile Internet. Laut Bitkom-Präsident Dieter Kempf werden von Unternehmen schon jetzt neue Mitarbeiter auch über das mobile Internet gesucht und gefunden.

Allerdings gibt es bei der Nutzung zwischen den Branchen Unterschiede, so die Studie. In der Industrie liegen soziale Netzwerke und Business-Netzwerke bei der Nutzung mit jeweils 32 Prozent gleichauf. Dagegen setzt der Handel vor allem soziale Netzwerke. Sie werden zu von jedem zweiten Unternehmen genutzt und 24 Prozent greifen auf Business-Netzwerke zur Mitarbeitersuche zurück.

Hauptzielgruppe sind Fach- und Führungskräfte

Hauptzielgruppe für das "Mobile Recruiting" sind Fach- und Führungskräfte. So glauben 53 Prozent der Personalverantwortlichen, dass für diese Bewerber mobile Angebote besonders geeignet sind. Für die Ausschreibung von Stellen für Studenten und Hochschulabsolventen halten 48 Prozent der Personaler das "Mobil Recruiting" für sinnvoll, bei Stellen im IT- und Medienbereich sind es 80 Prozent.

In der Studie wurden auch die Nutzer befragt. In den Ergebnissen sieht der Bitkom die Einschätzung der Unternehmen zum "Mobile Recruiting" bestätigt. So erwarten potentielle Bewerber von Unternehmen aus der Hightech-Branche sowie der Kreativ- und Medienbranche Stellenangebote auf mobilen Geräten. Aber auch in den übrigen Dienstleistungsbranchen (34 Prozent), der Verwaltung (33 Prozent) sowie in Industrie und Handwerk erwarten mobile Stellenausschreibungen. dhz

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