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Kritik vom Chef Mit einem Smiley in der Mail kommt die Kritik besser an

Auf Smileys wird in geschäftlichen Mails meist verzichtet. In einer Untersuchung kam nun heraus, wann Chefs Emoticons verwenden sollten.

In privaten Nachrichten kann man sich kaum noch vor Smileys retten. Claus-Peter Ernst, Wirtschaftsinformatiker an der Frankfurter Hochschule für angewandte Wissenschaften, untersuchte die Auswirkung von Emoticons in Mails vom Vorgesetzten und rät die dosierte Verwendung von freundlichen Smileys.

Durch das Smiley: Kritik kommt besser an

Im Rahmen der Untersuchung bekamen 231 Testpersonen von einem fiktiven Vorgesetzten. Drei Viertel der Teilnehmer bekamen eine kritische E-Mail, in der ein positives Emoticon enthalten war. Die Übrigen bekamen die Kritik ohne zusätzlichen Smiley zugesandt.

Das Ergebnis: Die Testpersonen ohne Smiley fühlten sich eher persönlich kritisiert, als jene mit positivem Smiley. Durch positive Emoticons käme die Kritik, laut Ernst, besser an, sie verfehle aber nicht das Ziel.

Negative Smileys haben keine Auswirkung

Anders als lächelnde, hätten traurige Smileys keine Auswirkungen auf den Untergebenen. Ernst erklärt das damit, dass die Kritik alleine schon ausreiche, damit sich der Empfänger schlecht fühle. Ein negatives Emoticon verschlechtere diese Situation nicht.

Smileys richtig dosieren

Die Untersuchungsergebnisse heißen nun aber nicht, dass Vorgesetzte alle Mails mit Emoticons bestücken sollten. Wissenschaftler der Ben-Gurion-Universität des Negev fanden in einer ähnlichen Studie heraus, dass Smileys in geschäftlichen Mails mit Inkompetenz verbunden werden. /dhz

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