IT + Kommunikation -

Betriebssystem Microsoft stellt Windows 8 vor

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona hat Microsoft sein neues Betriebssystem Windows 8 der breiten Öffentlichkeit vorgestellt. Nach Konzernaussagen handelt es sich nicht nur um eine neue Version, sondern um eine völlig neue Generation von Betriebssystemen. Für Betriebe sind vor allem neue Speicher- und Synchronisierungsfunktionen interessant.

Mit der Veröffentlichung von Windows 8 will Microsoft seinen Kunden künftig ein geschlossenes "Ökosystem" zur Verfügung stellen. Konkret heißt das, Nutzer sollen ihre Endgeräte – ob Festrechner, Notebook, Tablet-PC oder Smartphone – mehr denn je untereinander vernetzen und auf allen Geräten soll Windows 8 laufen. Dies ähnelt stark der Markenstrategie von Apple, die mit ihren Geräten und dem Betriebssystem iOS ebenfalls eine weitgehend geschlossene Welt aufgebaut haben.

100.000 Neuerungen

Doch was leistet die Software im Detail mehr als der Vorgänger Windows 7? Nach Angaben von Microsoft seien mehr als 100.000 Änderungen eingeflossen, die wenigsten davon werden dem Nutzer allerdings wirklich ins Auge stechen. Zu den wichtigsten Neuerungen zählt das Windows 8, nicht wie bisher, ausschließlich mit Intel-Prozessoren harmoniert, sondern künftig auch mit Modellen des Entwicklers ARM kompatibel ist. Die ARM-Technologie kommt vor allem auf Tablets und Smartphones zum Einsatz. Microsoft sendet damit eine klare Botschaft an die Konkurrenten Apple und Google, die in diesem Geschäftssegment bisher einen Schritt voraus sind.

Beeindrucken soll auch die Startzeit des neuen Windows. Bei Highend-Geräten soll das System nach nur acht Sekunden einsatzbereit sein. Zudem sollen künftig auch Daten im Ruhezustand des Geräts online synchronisiert werden können. Dann könnten zum Beispiel E-Mails bereits geladen sein, wenn man das Gerät wieder aktiviert. Für Betriebe interessant: Mit der Funktion "Windows to go" sollen sich Windows 8 und Business-Apps per USB-Stick vom Büro-PC abkoppeln und überall hin mitnehmen lassen.

Weiteres Highlight: Daten von verschiedenen Speichermedien können künftig in einem Gesamtspeicher zusammengelegt werden. Das bietet Unternehmen den Vorteil, große Datenmengen, die die Größe der einzelnen Festplatten übersteigen, trotzdem zentral abspeichern zu können.

Ein Vorgeschmack von Windows 8 bietet Microsoft mit einer kostenlosen Testversion. Diese kann unter microsoft.com kostenfrei heruntergeladen werden. sg

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten