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Produktneuheiten mit Windows 10 Microsoft stellt erstes Notebook vor

In New York hat Microsoft neue Produkte mit Windows 10 vorgestellt. Während Smartphones und ein neues Surface Tablet erwartet wurden, überraschte der Konzern mit dem Surface Book, einem Notebook, das besser als Apples MacBook sein will.

Nicht nur Apple kann bei seinen Produktshows für "Aha"-Erlebnisse sorgen. Dass bewies Microsoft bei der Vorstellung seiner neuen Geräte mit dem Betriebssystem Windows 10.

Neben neuen Smartphones – dem Lumia 550 und dem 950 (XL), dem Tablet-PC Surface Pro4 und dem Fitness-Tracker Microsoft Band 2, überraschte Microsoft die versammelte Presse mit dem ersten eigenen Notebook: dem Surface Book. Zudem präsentierte Microsoft erneut seine Augmented Reality-Brille Holo Lens.

Im Fokus stand allerdings das Surface Book. Von seinem Design ähnelt es auf den ersten Blick dem MacBook von Apple. Die Technik ist umhüllt von einem Unibody-Gehäuse aus Aluminium. Das Display soll dank Gorilla Glass 4 sehr robust und kratzfest sein.

Doch das Surface Book bietet einige Funktionen, die das MacBook nicht bietet. "Wir haben das ultimative Laptop kreiert", sagte Microsoft-Manager Panos Panay und unterstreicht damit die ehrgeizigen Pläne von Microsoft in der Windows-10-Ära.

Doppelt so schnell wie ein MacBook

Angeblich arbeitet das erste Microsoft Notebook mit seinem Intel Core i7-Prozessor gleich doppelt so schnell wie die aktuelle MacBook-Generation. Es bietet einen 13,5 Zoll großen Bildschirm und ist damit etwas größer als ein MacBook. Der besondere Clou: Wahlweise kann der Bildschirm beim Surface Book um 360 Grad umgeklappt werden, so dass es im Handumdrehen als Tablet-PC genutzt werden kann. Alternativ lässt sich der Bildschirm auch gleich ganz abnehmen.

Eine weitere Besonderheit: Wie das Surface Pro lässt sich das Notebook auch mit einem Stift bedienen, der sich magnetisch am Notebook befestigen lässt.

Technisch ähnelt das Surface Book dem neuen Tablet Surface Pro 4, allerdings sollt die Rechenleistung so stark sein, dass sich das Notebook auch bestens als Gaming-PC oder für aufwendige Grafikanwendungen von Unternehmern eigenen soll.

Die Technik versteckt sich dabei in beiden Geräteteilen – sowohl unter dem Display als auch unter der Tastatur. Deshalb kann das Surface Book z. B. nur auf die volle Grafikleistung zugreifen, wenn das Surface Book als Notebook genutzt wird. Der Nvidia-Grafikchip steckt nämlich unter der Tastatur.

Zu den weiteren Ausstattungsmerkmalen gehören zwei USB-Anschlüsse, ein Display-Port zum Anschluss an einen externen Bildschirm und ein Kartenlesegerät für externe Speichermedien.

Ab dem 26. Oktober soll das Surface Book zunächst in den USA in den Handel kommen. Die Preise starten bei 1.500 US-Dollar. Der Erscheinungstermin in Deutschland ist noch nicht bekannt.

Microsoft Surface Book

Neues Smartphones mit Windows 10

Nach Konzernangaben läuft das neue Betriebssystem Windows 10 bereits auf 110 Millionen Geräten weltweit. Nun kommt es auch aufs Handy.

Als neues Oberklasse-Smartphone hat Microsoft das Lumia 950 vorgestellt. Es bietet einen 5,2 Zoll großen Bildschirm. Die XL-Variante hat ein Display mit 5,7 Zoll. Für Leistung sorgt im Lumia 950 ein Prozessor mit sechs Rechenkernen, im größeren Modell sind es sogar acht. Wie bei anderen Lumia-Modellen wartet das 950 mit einer Kamera-Linse von Carl Zeiss auf. Die Auflösung der Hauptkamera liegt bei 20 Megapixeln.

Wer den Speicher des Smartphones erweitern will, kann erfreulicherweise Micro-SD-Karten einschieben. Auch ein neuer USB-C-Anschluss ist vorhanden.

Das neue Lumia 950 soll sich wie ein Computer nutzen lassen. So gibt es Anschlussmöglichkeiten für eine Tastatur, Maus und externen Monitor. Praktisch: Sobald das Lumia über einen externen Monitor genutzt wird, wechselt das Betriebssystem von der mobilen in die klassische Windows-10-Desktop-Variante.  

Das neue Lumia 550 ist hingegen ein Einsteigergerät und soll für 139 Euro in den Handel kommen. Die Umwandlung zum Desktop-PC ist mit ihm nicht möglich. Dafür soll es – was ungewöhnlich in dieser Preisklasse ist – LTE unterstützen.

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