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Elektrikerin singt bei Casting-Show Melisa Toprakci elektrisiert bei 'The Voice of Germany'

Elektriker-Azubine Melisa Toprakci singt heute Abend in den "Sing Offs" von "The Voice of Germany". Im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung erzählt sie, warum sie sich für den Beruf der Elektrikerin entschieden hat, das Singen aber trotzdem nicht aufgeben möchte.

Melisa Toprakci hat es geschafft, sie darf auf der Bühne von "The Voice of Germany" singen. Am 7. Dezember ist sie in den "Sing Offs" zu sehen. Zuvor hat sie ihr Talent in den "Blind Auditions" und den "Battles" unter beweis gestellt. In den "Battles" ging sie noch für das Team von Yvonne Catterfeld an den Start, wechselte aber anschließend ins Team der Fanta4. Eigentlich macht die 20-Jährige eine Ausbildung zur Elektrikerin. Vor den "Battles" hat die Handwerkerin im Interview mit der Deutschen Handwerks Zeitung erzählt, wie es sich anfühlt Schraubenzieher gegen Mikrofon zu tauschen.

DHZ: Warum und wie lange singst du schon?
Melisa Toprakci: Ich singe schon seit dem Kindergaten. Ich war in der musikalischen Früherziehung und im Theaterkurs. Seit ich ein kleines Kind war habe ich viele künstlerische Richtungen ausprobiert.

DHZ: Warum hast du dich für die Casting-Show "The Voice of Germany" angemeldet?
Toprakci: Die Idee zu "The Voice" zu gehen kam eher spontan. Ich fand die Show schon immer cool und dachte mir dieses Jahr kann ich doch eigentlich mitmachen. Leider habe ich das Casting in Köln verpasst und musste dann extra von Neuss zu dem Termin in Hamburg fahren.

DHZ: Normalerweise erhält man nach dem ersten Vorsingen eine Absage oder Zusage von der Produktionsfirma. Bei dir war das aber anders. Wie hast du erfahren, dass du bei den "Blind Auditions" dabei bist?
Toprakci: Nach dem Casting in Hamburg habe ich gewartet und gewartet und als nach einem Monat nichts kam, habe ich mir gedacht: "Anscheinend bin ich nicht dabei." Aber als ich an einem Tag ganz normal zur Arbeit gefahren bin, hat mich Moderator Thore Schölermann überrascht und mir gesagt, dass ich bei der Show dabei bin. Meine Eltern und die Kollegen wussten alle Bescheid und ich wusste in dem Moment nicht, was ich sagen soll. Ich war total überfordert.

DHZ: Du machst gerade eine Ausbildung zur Elektrikerin. Wie kommt es, dass du dich für diesen Beruf entschieden hast, der ist für eine Frau eher ungewöhnlich?
Toprakci: Mein Papa ist Elektriker und hat einen eigenen Betrieb. Zuerst wollte ich Musik studieren, aber das war mir zu unsicher. Dann bin ich eines Tages zu meinem Papa gelaufen und habe ihm erzählt, dass ich Elektrikerin werden möchte. Er war am Anfang etwas verwundert, aber die Ausbildung macht mir total viel Spaß. Der Job liegt mir einfach.

DHZ: Musstest du dann für die Show Urlaub nehmen?
Toprakci: Nein, die Sendungen wurden schon in den Sommerferien aufgezeichnet. Das ist zum Glück sehr gut geregelt.

DHZ: Du bist jetzt im Team von Yvonne Catterfeld. Welchen Coach hast du dir ursprünglich gewünscht?
Toprakci: Eigentlich wollte ich zu den Fanta4. Jetzt im Nachhinein finde ich es toll, dass es Yvonne geworden ist. Die ist einfach mega lieb.

DHZ: Wie ist Yvonne Catterfeld hinter der Bühne?
Toprakci: Bei der Vorbereitung auf die Battles hatte ich viel Zeit mit Yvonne. Sie ist niemand, der nur vor der Kamera nett zu dir ist, sondern auch hinter der Kamera ganz normal mit dir redet.

"Ich geh auf die Bühne und bin dann nicht nervös, sondern genieß das einfach."

DHZ: Wie laufen die Vorbereitungen für die Battle-Shows bei "The Voice of Germany" ab?
Toprakci: Jeder von uns hat ein Lied zugeteilt bekommen und dann habe ich gemeinsam mit meinem Battle-Partner den Song und die Choreographie geübt. Es hat sehr viel Spaß gemacht, gemeinsam zu trainieren. Außerdem hat jeder einen Vocal-Coach, der mit uns trainiert und für uns da ist, wenn wir Fragen haben. Und dann gab es noch ein Vocal-Coaching mit Yvonne.

DHZ: Welche Eigenschaft benötigt man als Teilnehmer?
Toprakci: Man muss starke Nerven haben. Vor den Auftritten ist man wirklich sehr nervös. Es macht zwar Spaß, aber es ist auch sehr stressig.

DHZ: Welches Lied möchtest Du unbedingt mal vor einem großen Publikum singen?
Toprakci: Das Lied "I have nothing" von Whitney Houston möchte ich sehr gerne singen. Das ist einer meiner Lieblingssongs. Beyoncé, Ariana Grande, Whitney Houston. Diese ganzen Diven sind einfach krass.

DHZ: Was ist das für ein Gefühl, auf der Bühne bei "The Voice of Germany" zu stehen?
Toprakci: Dort im Studio zu stehen ist einfach der Hammer. Ich bin vom Typ so jemand, ich geh auf die Bühne und bin dann nicht nervös, sondern genieß das einfach. Das ist einfach geil und in dem Moment kann ich dann zeigen, was ich als Künstlerin kann.

DHZ: Wie ist es, sich selbst im Fernsehen zu sehen?
Toprakci: Ich hab das zuerst nicht richtig realisiert. Meine ersten Gedanken waren: "Boah, was denken sich jetzt die Leute, die vor dem Fernseher sitzen? Was halten die jetzt von mir? Wie finden die meinen Gesang?"

DHZ: Was war das Schönste bei "The Voice of Germany"?
Toprakci: Das Schönste an der Show war, dass ich neue Freunde kennengelernt habe und Leute, die nur Musik machen. Wir waren so eine tolle Gruppe und an jeder Ecke war jemand am Singen oder Tanzen. Das war so schön. Das war unsere eigene Welt.

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