Events -

Handwerkskammer für Schwaben Meisterfeier 2014: Mit dem Meistertitel in der Hand

Zahlreiche junge Männer und Frauen sind frischgebackene Meister und Meisterinnen. Die Handwerkskammer für Schwaben hat auf der Meisterfeier 2014 die Meistertitel mit eindringlichen Worten an die jungen Leute übergeben.

Deutschland hat 555 junge Handwerksmeisterinnen und Handwerksmeister mehr. Im Rahmen der Meisterfeier 2014 der Handwerkskammer für Schwaben konnten die jungen Leute ihre Urkunde in die Hand nehmen.  Bei der Feier wurden auch die Jahresbestmeister in 15 Handwerken geehrt, sowie verdiente Persönlichkeiten des schwäbischen Handwerks ausgezeichnet.

Bundesbildungsministerin als Gastrednerin

"Wer Meister ist, der zählt zu denen, die tüchtig sind und etwas besonders gut können", so Hans-Peter Rauch, Präsident der Handwerkskammer für Schwaben. Auf der Feier hat Rauch seinen jungen Kollegen gratuliert und sie als "die Garanten für eine solide, qualitativ hochwertige und individuell konzipierte Handwerksarbeit der Zukunft" gelobt.

Höhepunkt der diesjährigen Meisterfeier: der Besuch der Bundesbildungsministerin Johanna Wanka (CDU). "Unser Bildungssystem ist durchlässig in beide Richtungen. Wir müssen daher pfiffige junge Leute, für die ein Studium nicht der richtige Weg ist, für das Handwerk und berufliche Aus- und Weiterbildung gewinnen", sagt Wanka.

Meisterfeier 2014 der Handwerkskammer für Schwaben

Selbstständigkeit im Fokus

Im Rahmen der diesjährigen Meisterfeier der Handwerkskammer Schwaben wurde auch die Selbstständigkeit der frischgebackenen Meister diskutiert. "Unsere Gesellschaft braucht kreative Köpfe auf Unternehmerseite, die mutig ihr Leben selbst in die Hand nehmen, die zu Verantwortung für andere bereit sind und die Lust haben, etwas voranzubringen", so Rauch. Laut dem Präsidenten biete die Selbstständigkeit eine ausgezeichnet Lebensperspektive.

Darüber hinaus fordere er eine "kreative Politik, die den Mut hat, kleinen und mittleren Unternehmen Raum zur Entfaltung zu geben." Mit einer erfolgreichen Meisterprüfung stünde aber auch die Tür zu einer Führungsposition in einem Betrieb offen. Auch ein Studium an einer Hochschule oder Universität sei eine weitere Option.

Gleichwertigkeit von Ausbildung und Studium

Ein positives Argument für die Selbstständigkeit sei auch die anhaltend gute Konjunktur im Handwerk. HWK-Hauptgeschäftsführer Ulrich Wagner, der die rund 1.100 Gäste im Kongress am Park in Augsburg begrüßte, nannte die Gleichwertigkeit von akademischer und beruflicher Bildung, sowie die Sicherung von Nachwuchskräften von ausschlaggebender Bedeutung für den Wirtschaftsstandort.

"Wir brauchen nicht nur Forschung, Entwicklung und Planung, sondern auch ausreichend hochqualifizierte Fachkräfte, die Erkenntnisse umsetzen", so Wagner.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2018 - Alle Rechte vorbehalten