Sächsischer Handwerkstag -

Seit 1990 rund 35.000 neue Meister Meisterbrief beliebt wie eh und je

Der Meistertitel im Handwerk steht nach wie vor hoch im Kurs. Obwohl nur noch in 41 Gewerken vorgeschrieben, haben in Sachsen 2012 wieder mehr als 1000 Handwerkerinnen und Handwerker diese Qualifikation erfolgreich abgeschlossen.

Insgesamt 1.071 Gesellen sind im vergangenen Jahr zu Meisterehren gekommen (2011: 1.042; 2010: 1.104). Der Anteil der Frauen belief sich auf 152 (2011: 179; 2010: 188).  

Die größte Nachfrage bei den Meisterabschlüssen gab es in den Berufen Kraftfahrzeugtechniker, Friseur und Bäcker. Demgegenüber wurde z.B. für die Berufe Fliesen-, Platten- und Mosaikleger, Uhrmacher sowie Schilder-/Lichtreklamehersteller nur ein geringes Plus an Abschlüssen mit einer solchen  Qualifikation registriert.

Sachsens ältester Meisterabsolvent (Jahrgang 1958) ist ein Kraftfahrzeugtechniker aus Chemnitz, der jüngste (geboren 1992) eine Friseurin aus Eilenburg (Landkreis Nordsachsen).    

In den Meisterstand gehoben wurden damit in Sachsen seit 1990 nahezu 35.000 Handwerkerinnen und Handwerker. Für das laufende Kalenderjahr rechnen die Handwerkskammern (Chemnitz, Dresden, Leipzig) in der Summe erneut mit mehr als 1.000 Meisterabsolventen.

Im Freistaat zählen derzeit rund 59.800 Betriebe zur „Wirtschaftsmacht von nebenan“. Damit ist weiterhin allein ein Drittel aller Handwerksbetriebe der neuen Länder (ohne Berlin) im bevölkerungsreichsten ostdeutschen Bundesland ansässig. Beschäftigt sind im Sachsen-Handwerk schätzungsweise 350.000 Menschen.    

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