Oberfranken -

Meisterfeier 2017 Meisterbrief als weltweit sicherstes Wertpapier

Die Handwerkskammer für Oberfranken hat an 386 frischgebackene Meisterinnen und Meister des Handwerks die Meisterbriefe übergeben.

Bei der feierlichen Zeremonie am Samstag, 11. November 2017, in der Freiheitshalle Hof unterstrichen sowohl der Präsident der HWK für Oberfranken, Thomas Zimmer, als auch der Hauptgeschäftsführer der Kammer, Thomas Koller, die überragende Bedeutung des Meisterbriefs. „Der deutsche Handwerksmeister ist in vielen Ländern das Synonym für handwerkliche Qualität, Seriosität und Zuverlässigkeit“, sagte Zimmer. Und damit eine starke Marke mit internationaler Ausstrahlung.

Eine Ausstrahlung, die tief im Lokalen und Regionalen verwurzelt ist. So sind rund 1.000 Gäste aus Politik, Wirtschaft und allen Bereichen der Gesellschaft der Einladung zur Meisterfeier 2017 der HWK für Oberfranken gefolgt und haben damit ihre Wertschätzung für das Handwerk und die 386 Jungmeisterinnen und Jungmeister zum Ausdruck gebracht.

„Eine Wertschätzung, die Sie sich verdient haben. Sie können stolz sein auf sich“, betonte Hauptgeschäftsführer Thomas Koller. „Wir alle hier sind es jedenfalls.“ Mit dem Meisterbrief hätten die erfolgreichen Absolventen der Meisterschulen der HWK nun nicht nur einen Nachweis ihrer Qualifikation und Fähigkeiten in den Händen, sondern auch „eines der weltweit sichersten Wertpapiere“.

„Jeder von uns weiß nun, was es heißt, zu lernen und zu üben.“ Jungmeister Julian Zethner

Der Meisterbrief im deutschen Handwerk ist international der Maßstab, an dem Fähigkeiten und Fertigkeiten gemessen werden. Fähigkeiten und Fertigkeiten, die durchaus auch hart erarbeitet werden müssen. Darauf wies auch Präsident Zimmer in seiner Festrede hin. „Der Weg zum Meister ist in einigen Fällen vielleicht also etwas kürzer geworden, aber deswegen nicht einfacher.“ Heute gelte es wie ehedem, die Anforderungen der Meisterschule entweder neben der eigentlichen beruflichen Tätigkeit zu bewältigen.

Oder aber zwischenzeitlich aus dem Job auszusteigen und in Vollzeit zu lernen und zu üben. Der HWK-Präsident: „Beide Wege erfordern eine gehörige Portion Engagement, Fleiß und Durchhaltevermögen. Und den Willen, das Ziel Meisterbrief zu erreichen.“ Eine Einschätzung, die auch Jungmeister Julian Zethner in der Meisterrede teilte. „Jeder von uns weiß nun, was es heißt, zu lernen und zu üben“, bezog sich Zethner auf das berühmte Zitat Friedrich Schillers, „früh übt sich, wer ein Meister werden will“.

Der Jungmeister machte aber auch deutlich, dass sich die frischgebackenen Meisterinnen und Meister ihrer Verantwortung für das Handwerk und ihr Gewerke bewusst sind. „Wir sind nur echte Meister, wenn wir uns Neuerungen nicht verschließen, stets auf dem neusten Stand bleiben, uns selbst immer hinterfragen und uns immer weiter verbessern.“

Hervorragende und gute Leistungen

Bei der Meisterfeier werden traditionell die Jungmeisterinnen und Jungmeister geehrt, die bei der Meisterprüfung besonders gute beziehungsweise hervorragende Leistungen erzielt haben. Neben dem Meister im Elektrotechnikerhandwerk, Julian Zethner, einem früheren Bundessieger im Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks für Gesellen, schafften Friseurmeisterin Charlotte Leschke aus Hamburg und der Maler- und Lackierermeister Stephan Sigl aus Ebermannstadt hervorragende ­Noten. Für ihre guten Leistungen wurden insgesamt 24 Absolventinnen und Absolventen geehrt.

2017 haben sich an der HWK für Oberfranken insgesamt 402 Kandidaten in 19 Berufen der Meisterprüfung gestellt. Bestanden haben davon 386 (96,02 Prozent). Zahlenmäßig am stärksten vertreten waren dabei mit 85 Teilnehmern die Friseurinnen und Friseure, das Kraftfahrzeugtechnikerhandwerk (79 Teilnehmer), das Elektrotechnikerhandwerk (45), das Installateur- und Heizungsbauerhandwerk (34) und das Maler- und Lackiererhandwerk (32).

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