IT + Kommunikation -

Transparenzverordnung Mehr Transparenz bei Internet-Verträgen

Kündigungsfristen, Mindestlaufzeit, Übertragungsraten – Verträge für Internet-Anschlüsse sind oft unübersichtlich. Für mehr Transparenz soll eine neue Verordnung sorgen, die der Bundestag am 1. Dezember verabschiedet hat.

Die Bundesnetzagentur hat in den vergangenen Jahren untersucht, wie umfassend Telekommunikationsanbieter ihre Kunden informieren. Im Fokus standen die Datenübertragungsraten. Das Ergebnis war nicht zufriedenstellend: Oft gab es große Unterschiede zwischen den vertraglich vereinbarten und den tatsächlich gelieferten Datenübertragungsrate. Die Bundesnetzagentur hat daraufhin ein neues Konzept aufgestellt, dass Verbrauchern mehr Informationen zusichern soll.

Das sind die wesentlichen Inhalte der Transparenzverordnung

Telefon- und Internet-Anbieter müssen Kunden künftig umfassender und verständlicher über ihre Verträge informieren. Zudem erhalten die Verbraucher einen Rechtsanspruch auf Auskunft über die tatsächlich geleisteten Übertragungsraten.

Außerdem müssen die Unternehmen ihre Kunden noch vor Vertragsabschluss übersichtlich über wesentliche Vertragsinhalte aufklären. In der monatlichen Rechnung müssen zudem Details wie Mindestlaufzeit und Kündigungsfrist aufgeführt werden. So können die Kunden besser ermitteln wann die Vertragslaufzeit zu Ende ist.

Ferner sollen sich die Kunden ohne Aufwand darüber informieren können, welche Datenübertragungsrate im Vertrag vereinbart ist und welche Qualität tatsächlich geliefert wird. Die Anbieter sind damit auch verpflichtet, die Verbraucher auf Prüfungsmöglichkeiten wie das Messangebot der Bundesnetzagentur unter www.breitbandmessung.de hinzuweisen.

Was wird kritisiert?

Die Verbraucherzentrale Baden-Württember ist erfreut darüber, dass Kunden künftig mehr Informationen über ihren Telekommunikations-Vertrag erhalten, kritisiert jedoch weiterhin mangelnde Rechte der Kunden: "Was passiert, wenn Anbieter sich nicht an die vertraglichen Zusagen halten? Hier fehlt eine rechtssichere Regelung, die Verbrauchern die Möglichkeit einer Sonderkündigung einräumt, wenn beispielsweise die versprochene Leistung nicht geliefert wird. Verbraucher haben ein Recht darauf, die Leistung zu bekommen, für die sie auch bezahlen. " dhz/dpa

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten