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Steuertipp Mehr netto durch Lohnsteuerermäßigungsantrag 2017 und 2018

Mit dem Lohnsteuerermäßigungsantrag kann bereits jetzt zu viel gezahlte Steuer zurückgeholt werden. Wir zeigen, wie das geht.

Arbeitende Steuerzahler können zu viel gezahlte Steuer über die Einkommensteuererklärung wieder zurückholen. Das ist bekannt. Wer aber nicht bis nächstes Jahr warten möchte, sondern die Steuererstattung wegen hoher Steuerausgaben sofort zurückhaben möchte, sollte einen Antrag auf Lohnsteuerermäßigung stellen.

Beim Antrag auf Lohnsteuerermäßigung kann der Arbeitnehmer dem Finanzamt die in diesem Jahr bereits angefallenen Steuerausgaben und die bis zum Jahresende voraussichtlich noch entstehenden Ausgaben mitteilen. Das Finanzamt stellt in diesem Fall einen Lohnsteuerfreibetrag fest. Diesen Lohnsteuerfreibetrag bekommt der Arbeitgeber über ELStAM (elektronische Lohnsteuerabzugsmerkmale) mitgeteilt. Daraufhin mindert dieser den Bruttoarbeitslohn um diesen Lohnsteuerfreibetrag und das Nettogehalt erhöht sich aufgrund der geringen Steuerabzüge.

Lohnsteuerermäßigungsverfahren 2017

Für das Jahr 2017 können Arbeitnehmer die Anträge noch bis zum 30. November 2017 stellen. Ändern sich die steuerlichen Verhältnisse 2018 nicht gravierend, gilt der Lohnsteuerfreibetrag auch noch im nächsten Jahr.

Lohnsteuerermäßigungsverfahren 2018

Wird für 2017 kein Lohnsteuerermäßigungsantrag gestellt oder werden für 2018 deutlich höhere Steuerausgaben erwartet, kann der Steuerzahler ab Oktober 2017 bereits die Feststellung eines Lohnsteuerfreibetrags für 2018 beim Finanzamt beantragen.

Steuertipp: Die Antragsformulare für 2018 sehen übrigens ganz anders aus als die Formulare bis zum Jahr 2017. Die Antragsformulare 2018 bestehen aus einem zweiseitigen Antrag und aus verschiedenen Anlagen, die wie die Anlagen in der Einkommensteuer aussehen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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