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Statistisches Bundesamt Mehr Beschäftigte im Handwerk

Das Handwerk und das verarbeitende Gewerbe stellen wieder Mitarbeiter ein. Nach Angaben des Statistischen Bundesamts verzeichneten 2007 beide einen Zuwachs an Beschäftigung.

In den Handwerksbetrieben waren im Jahresdurchschnitt rund 53.000 Personen mehr beschäftigt als noch 2006. Insgesamt hatten 4,84 Millionen Personen eine feste Beschäftigung im Handwerk. Trotz leicht rückläufiger Umsätze hat das Handwerk damit erstmals seit dem Boom aufgrund der Wiedervereinigung wieder Beschäftigung aufgebaut.

Das verarbeitende Gewerbe hat im Januar 2008 einen Zuwachs der Beschäftigtenzahlen verzeichnet. Am Monatsende arbeiteten in den Betrieben mit mindestens 50 Beschäftigten 5,3 Millionen Personen. Das waren 2,4 Prozent mehr als im Januar 2007. Die Zahl der im Januar 2008 geleisteten Arbeitsstunden nahm im Vergleich zum entsprechenden Vorjahresmonat um 1,6 Prozent auf 713 Millionen zu. Die Bruttoentgelte stiegen um 4,8 Prozent auf 17,9 Milliarden Euro. Die stärksten Zuwächse bei der Beschäftigung gab es im Bereich Maschinenbau mit 5,4 Prozent und in der Herstellung von Metallerzeugnissen mit 4,5 Prozent mehr Beschäftigten.

Umsätze gehen zurück

Die Umsätze des Handwerks gingen 2007 netto um minus 1 Prozent auf 412,2 Milliarden Euro zurück. Diese Entwicklung war insbesondere durch das vierte Quartal 2007 bestimmt, in dem der Umsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 6,4 Prozent zurückging. Ursache hierfür war die starke Umsatzerhöhung im vierten Quartal 2006 (+ 13,8 Prozent) wegen der Vorzieheffekte im Hinblick auf die Mehrwertsteuererhöhung ab dem 1. Januar 2007.

Otto Kentzler, Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH): "Es macht uns Sorgen, dass die Entwicklung sich im vierten Quartal 2007 und auch zu Beginn 2008 verschlechtert hat. Ohne zusätzliche konjunkturelle Impulse müssen wir davon ausgehen, dass in diesem Jahr die Beschäftigung allenfalls stagniert und die Umsätze weiter nachgeben."

Im Bauhaupt-, im Ausbaugewerbe, in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf sowie im Nahrungsmittelgewerbe hat sich die Beschäftigung erhöht. Den stärksten Personalanstieg gegenüber dem Jahr 2006 verzeichneten die Handwerke für den gewerblichen Bedarf mit 3,3 Prozent. Im Kraftfahrzeuggewerbe stagnierte die Beschäftigungsentwicklung. Weniger Beschäftigte gab es im Gesundheits- und im Friseurgewerbe, wobei im Friseurgewerbe mit einem Minus von 2,7 Prozent der stärkste Personalabbau ermittelt wurde.

Die Umsätze waren im Jahr 2007 in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf, im Nahrungsmittel- und im Gesundheitsgewerbe höher als im Vorjahr. Den stärksten Umsatzanstieg gab es mit einem Plus von 7,6 Prozent in den Handwerken für den gewerblichen Bedarf. Umsatzrückgänge betrafen das Bauhaupt-, das Ausbau-, Kraftfahrzeug- und das Friseurgewerbe. Der größte Umsatzrückgang wurde mit 6,0 Prozent vom Kraftfahr­zeuggewerbe gemeldet.

pc/ddp

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