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Marketing aktuell: Social Media Zehn Jahre Facebook: Werbeplattform für Betriebe

Am 4. Februar 2004 begann die Erfolgsgeschichte von Facebook. Längst wird das soziale Netzwerk nicht nur zum Austausch privater Kontakte genutzt, sondern ist für Betriebe eine wichtige Marketing-Plattform geworden. Gerade kleine Unternehmen können hier mit geringen Mitteln viel erreichen.

Im Februar 2004 wurde "thefacebook" von Mark Zuckerberg, Eduardo Saverin, Andrew McCollum, Dustin Moskovitz und Chris Hughes gegründet. Schon im Dezember 2004 zählte das Netzwerk eine Million Mitglieder. Im Jahr darauf waren es schon sechs Millionen Nutzer und die Webseite wurde für 200.000 US-Dollar in facebook.com umbenannt. 2008 durchbrach das Soziale Netzwerk die Zahl von 100 Millionen Mitgliedern. Zehn Jahre nach seiner Gründung soll Facebook nach Unternehmensangaben von über einer Milliarde Menschen weltweit genutzt werden. Die Marketing-Agentur DPFOC hat eine detaillierte Infografik zur Erfolgsgeschichte von Facebook zusammengestellt.

Wenig Budget, große Wirkung

Durch seine riesige Reichweite und den direkten Kontaktmöglichkeiten zwischen Nutzern ist Facebook längst auch für das Marketing vieler Unternehmen unverzichtbar geworden. Kleine und mittlere Betriebe wie zum Beispiel Handwerksunternehmer können hier auch ohne riesige Werbebudgets gezielt auf sich Aufmerksam machen, eine Marke aufbauen und in direkten Kontakt mit bestehenden und potenziellen Kunden treten. Vor allem Zeit und Ausdauer sind gefragt, um von einem Unternehmensauftritt bei Facebook zu profitieren. Dazu bedarf es keiner platten Werbeslogans, sondern ausgefallener Marketingideen, die mit Multimedia-Inhalten angereichert werden.

So finden Sie gute Ideen für Facebook

  • Transparenz: Wie funktioniert der Betrieb? 
    Wie ein Würstchen oder ein Schrank entsteht, interessiert die Kunden. Wer regelmäßig ein kommentiertes Foto aus dem aktuellen Betriebsablauf hochlädt, führt den Kunden Stück für Stück an die eigene Arbeitsweise heran und schafft Nähe. Gerade kleinere Betriebe können sich damit abheben, denn mit geringem Abstimmungsbedarf können sie tagesaktuell sein.
  • Authentizität: Wer macht was? 
    Wer die Hände an der bestellten Hochzeitstorte angelegt hat, interessiert nicht nur das Brautpaar. Zeigt der Betrieb von Zeit zu Zeit mit Bild und Text, wer was macht, gewinnt er das Vertrauen des Kunden.
  • Kundenservice: Wie geht das Unternehmen mit Beschwerden um? 
    Es ist Sonntag und ein Kunde lässt auf Ihrer Facebookseite richtig Dampf ab: Im neu verlegten Boden ist ein Kratzer. Nutzen Sie diese Chance professionell: Schreiben Sie auf Facebook, dass sie die Gründe bei Ihren Mitarbeitern erfragen und sich Montagmorgen telefonisch melden.
  • Nachwuchsgewinnung: Wie fühlt sich der Beruf praktisch an? 
    Die Kunden sind Eltern der potenziellen Auszubildenden. Ein Posting pro Woche kann zum Beispiel über die Aktivitäten in der Fortbildung berichten. Zeigen Sie, was ihr Auszubildender gerade lernt oder welchen Kurs ihre Mitarbeiter absolvieren.

Checkliste: Darauf müssen Sie achten

  • Aktualität: Mindestens ein Posting pro Tag ist angemessen, damit eine Seite aktuell wirkt.
  • Inhalt: Multimedia ist Pflicht. Schießen Sie Fotos von Ihrer Arbeit.
  • Thema: Verzetteln Sie sich nicht. Überlegen Sie sich vorher, was Sie als Unternehmen von anderen abhebt und posten Sie gezielt Inhalte, die dies unterstreichen.
  • Betreuung: Grundsätzlich macht es den Facebook Auftritt lebendig, wenn mehrere Mitarbeiter Meldungen veröffentlichen. Aber jedem die Zugangsdaten zu geben, reicht nicht. Legen Sie Richtlinien fest, was gezeigt werden darf und wo die Grenzen sind. Bei Fotos ist besonders wichtig, dass die Mitarbeiter den Kunden fragen, bevor sie Bilder oder persönliche Informationen von ihm hochladen
  • Interaktion: Kommentare und "Gefällt mir"-Klicks funktionieren besser, wenn Unternehmen viele Fotos oder Videos hochladen. Wer schon eine Basis von Fans hat, kann mit einem Gewinnspiel die Beteiligung fördern. Wenn die Kunden zum Beispiel selbst Fotos hochladen, sollte es den Kunden möglichst leicht gemacht werden und ein attraktiver Preis winken
  • Beteiligung: Seien Sie nicht enttäuscht, wenn sich nur ein oder zwei Prozent Ihrer Fans sich aktiv mit Kommentaren beteiligen. Grundsätzlich gilt: Je größer der Fankreis, desto niedriger die Beteiligungsquote. Wer hundert Fans hat, die genau seiner Zielgruppe entsprechen, kann aber eine aktive Beteiligung von zehn Kunden schaffen. sg/cg

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