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Virtueller Marktplatz für handwerkliche Qualitätsprodukte manopus.de: Schreiner möbeln Webshop auf

Zusammen mit IT-Experten haben zwei Schreinermeister einen Webshop geschaffen, der allen Handwerkern offen steht. Eine Voraussetzung muss aber erfüllt sein.

In Zeiten der Digitalisierung müssen Handwerker über ihr Gewerk hinaus denken. Die Schreinermeister Danny Hammer und Siegfried Margrander aus Karlsruhe haben die Chancen einer Zusammenarbeit mit Programmierern und Grafik-Designern erkannt. Herausgekommen ist manopus.de, ein virtueller Marktplatz für hochwertige Handwerksprodukte aus den verschiedensten Gewerken.

Doch Webshops gibt es mittlerweile wie Sand am Meer. Das Besondere an manopus.de steckt schon im Namen. Der Begriff setzt sich aus den lateinischen Wörtern manus (Hand) und opus (Werk) zusammen. Wer seine Produkte auf manopus.de anbieten will, muss mindestens einen Gesellenbrief vorweisen. Bei den meisten Anbietern handelt es sich sogar um Meisterbetriebe.

Handwerkliche Qualität zu bezahlbaren Preisen

Eigentlich suchten Hammer und Margrander, die sich auf der Technikerschule kennengelernt und 2010 gemeinsam ihre Schreinerei gegründet haben, nur eine Möglichkeit der Zweitvermarktung ihrer Sondermöbel. Größere Stückzahlen ermöglichen handwerkliche Qualität zu geringeren Preisen, so ihr Kalkül.

Doch im Einzelhandel hätten die Gewinnmargen den Preisvorteil mehr als aufgefressen. Ein eigener Webshop war für den kleinen Handwerksbetrieb nicht zu stemmen. Die Lösung: Ein virtueller Marktplatz, auf dem jeder Handwerker seine Produkte weit über seinen Kundenkreis hinaus anbieten kann. Zusammen mit dem Webentwickler Marco Braun und dem Webdesigner Sebastian Schöneberg entwickelten die beiden Schreinermeister das Internetportal manupus.de.

Im Mai vergangenen Jahres ging das Portal schließlich online. „Zunächst haben wir Angebote gesammelt und unseren Laden befüllt“, beschreibt Danny Hammer die lange Anlaufphase des Vorhabens. Bis zum offiziellen Start auf der Internationalen Handwerksmesse in München war der für alle Gewerke offen stehende Marktplatz schon auf mehr als 500 Artikel angewachsen. Die Klickzahlen des Internetportals verzeichneten Wachstumsraten von 25 Prozent.

Suchmaschinenoptimierung in der Schreinerwerkstatt

Als ersten Handwerker konnten die Schreinermeister aus Karlsruhe einen Tischler aus Emden für ihr Angebot gewinnen. Inzwischen sind mehr als 80 Unternehmen aus dem gesamten Bundesgebiet dabei, darunter Brauer, Glaser, Goldschmiede, Instrumentenbauer, Konditoren, Maßschneider, Holzbildhauer, Steinmetze oder Schlosser.

Damit der Laden bei manopus.de läuft, arbeiten inzwischen zwei Angestellte und ein Werkstudent für das Internetportal. Sie kümmern sich vor allem um Suchmaschinenoptimierung und werben über Social-Media-Kanäle für die Handwerksprodukte auf manopus.de. „Da wir sehr bildlastig für die Angebote werben, nutzen wir vor allem Facebook, Instagram und Pinterest“, sagt Stefan Gillen, verantwortlich für das Content-Marketing.

Handwerker, die ihre Produkte über manopus.de vermarkten möchten, müssen fünf Prozent des Umsatzes abtreten. Wer seine Online-Präsenz auf manopus.de nicht selbst einrichten möchte, kann das für 149 Euro von den Betreibern erledigen lassen.

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