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Gefahr im Postfach Makroviren wieder häufiger in Office-Dokumenten

Sie schienen schon längst überwunden, doch plötzlich tauchen sie wieder auf: Makroviren. Als ein Teil von Office-Dokumenten können sie auf dem Rechner Schaden anrichten. Was Sie tun können, um sich zu schützen.

Angenommen Sie erhalten im Anhang einer E-Mail ein Textdokument, das in Microsoft Word erstellt wurde. Beim Öffnen der Datei werden Sie gefragt, ob sogenannte "Makros" geöffnet werden sollen. An diesem Punkt sollten Sie ab sofort vorsichtig sein, denn diese Makros werden wieder häufiger von Programmierern so verändert, dass sie auf Ihrem PC Schaden anrichten können.

Hoch-Zeit in 90ern

Eigentlich sind die Makros nützliche Werkzeuge, denn mit ihnen lassen sich viele Prozesse im Arbeitsablauf mit Office-Dokumenten automatisieren. Besonders in den 90er Jahren waren veränderte Makros weit verbreitet. Microsoft hat in letzter Zeit jedoch eine erneute Zunahme dieser Angriffsmethode registriert. Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) warnt daher nun wieder vor der Verwendung der Makros.

Die automatische Ausführung der Makros ist seit einigen Jahren von Hause aus im Office-Programmpaket deaktiviert. Nutzer müssen ausdrücklich zustimmen, sollten sie diese Funktion nutzen wollen. Genau das sollten Sie daher ab jetzt im Zweifel eher lassen – besonders wenn der Anhang, den Sie öffnen möchten, von einer unbekannten Person stammt. Stimmen Sie dennoch der Makro-Verwendung zu, kann es sein, dass weiterer Schadcode im Hintergrund heruntergeladen wird.

Trickreiche Taktiken

Seien Sie auch auf der Hut vor den Tricks dieser Programmierer. Manchmal enthalten Dokumente eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die den Eindruck erwecken soll, dass es sich um einen völlig normalen Vorgang handele, wenn Makros manuell aktiviert werden. Manchmal enthalten verschickte Dokumente auch überhaupt keinen Text. Man kann hierdurch den Eindruck bekommen, dass der Inhalt erst nach der Aktivierung der Makros sichtbar werde. Auch hier gilt: Lassen Sie es im Zweifel lieber. dpa/jr

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