Technik -

Erster Langhalsschleifer ohne Netzkabel Makita räumt Trockenbauern Stolperfalle aus dem Weg

Der Trend zur kabellosen Baustelle geht weiter. Jetzt präsentiert Makita den ersten Langhalsschleifer mit Akku-Antrieb.

Trockenbauer wird es freuen, gelten die Stromkabel doch besonders bei Überkopfarbeiten an der Decke als gefährliche Stolperfalle. Der neue Akku-Langhalsschleifer DSL800 ist zudem mit einem Bluetooth-Adapter für das Autostart-Wire­less-System AWS ausgestattet. Damit kann er mit dem AWS-fähigen neuen Akku-Staubsauger DVC154 und dem bekannten DVC864 kommunizieren. Optional können mit dem Steckdosenadapter WUT02U auch netzbetriebene Staubsauger von Makita und anderen Herstellern mit AWS nachgerüstet werden.

Bei Schleifarbeiten im Trockenbau entwickelt sich sehr viel Staubvolumen. Deshalb hat Makita nach eigenen Angaben bei der Entwicklung den Fokus auf eine optimale Absaugung gelegt. Der Schleifkopf ist vollständig von einem dichten Bürstenkranz umsäumt. Bei randnahem Arbeiten lässt sich die vordere Bürste abnehmen und am Schleifkopf anstecken. Der Staub wird durch neun Absaugkanäle vom Schleifteller abgesaugt und ohne Schlauch im Teleskopschaft zum Staubsauger transportiert.

Akku-Langhalsschleifer

Neben der Absaugung soll der DSL800 vor allem durch hohe Abtragleistung überzeugen, denn im Trockenbau wird die Arbeitsleistung­en häufig nach Fläche abgerechnet. Maßgebend für die Abtragleistung ist die Drehzahl. Mit einer Leerlaufdrehzahl von 1.800 Umdrehungen pro Minute sieht sich Makita gegenwärtig an der Spitze vergleichbarer Geräte. Die Drehzahl des DSL800 ist stufenlos von 1.000 bis 1.800 einstellbar und bleibt auch bei stärkerer Belastung konstant. Der Sanftanlauf gewährleistet eine langsame Steigerung der Drehzahl.

Das Schleifbild wird vor allem von der Qualität der Schleifteller und Schleifmittel bestimmt. Makita bietet neben dem serienmäßigen weichen Schleifteller als Zubehör harte, weiche und superweiche Schleifteller an, die sich auch unebenen Flächen anpassen. Zudem werden Schleifmittel mit 225 mm Durchmesser in den Körnungen K40 bis K320 angeboten.

Um den Verschleiß des Gerätes zu verringern, hat Makita den bürstenlosen Motor direkt am Schleifkopf platziert. Gegenüber Geräten mit flexibler Welle erhöhe dies die Zuverlässigkeit und Nutzungsdauer.

Für die gängigen Raumhöhen lässt sich der Teleskopschaft des neuen Langhalsschleifers von 1.100 bis 1.520 mm ausziehen. Optional wird eine 580 mm lange Griffverlängerung angeboten.

Mit dem ersten batteriebetriebenen Langhalsschleifer komplettiert Makita sein Akku-Programm für den Trockenbau. Von speziellen Schraubern und Sägen bis hin zum Rührgerät bietet der Hersteller alle handgeführten Elektrogeräte für dieses Gewerk nun ohne Netzkabel. Insgesamt passt der 18-Volt-Akku sogar an mehr als 270 Maschinen. ste

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2019 - Alle Rechte vorbehalten