Recht + Steuern -

Steuertipp Lohnsteuerprüfung: 8.000 Euro Steuernachzahlung pro Betrieb

Melden sich die Finanzämter zu einer Lohnsteuerprüfung bei einem Handwerksbetrieb, muss mit einer Steuernachzahlung von durchschnittlich 8.000 Euro gerechnet werden. Das ergeben statistische Aufzeichnungen der Finanzverwaltung. Doch die drohenden Nachzahlungen aufgrund einer Lohnsteuerprüfung lassen sich vermeiden oder zumindest reduzieren.

Vor einigen Tagen haben wir Sie darüber informiert, dass bei Umsatzsteuerprüfungen des Finanzamts mit Steuernachzahlungen von durchschnittlich 20.000 Euro gerechnet werden muss. Bei einer Lohnsteuerprüfung sind es rund 8.000 Euro pro Prüfung. Das Bundesfinanzministerium hat eine Statistik veröffentlicht, nach der im Jahr 2016 103.744 Arbeitgeber abschließend einer Lohnsteuerprüfung unterzogen wurden und nach der insgesamt 825 Millionen Mehrsteuern nachgefordert wurden.

Lohnsteuerprüfung: So vermeiden Sie Fehler

Damit Sie einer möglichen Lohnsteuerprüfung ruhigen Gewissens entgegenblicken können, empfiehlt sich folgende Vorgehensweise:

  • Schicken Sie Ihr für die Lohnbuchhaltung zuständiges Personal regelmäßig zu Lohnsteuer-Schulungen.
  • Noch besser: Bitten Sie Ihren Steuerberater Schulungen bei Ihnen in der Firma durchzuführen. Dabei können Ihre Mitarbeiter Echtfälle diskutieren und Fehler abstellen bzw. vermeiden.
  • Haben Sie kein geeignetes Personal und selbst kaum Zeit, sich monatlich um die Lohnbuchhaltung zu kümmern, lassen Sie die Lohnbuchhaltung beim Steuerberater machen. Ist zwar teurer, Sie können die Zeit dann aber mit Aufgaben nutzen, die Sie beherrschen. Weiterer Vorteil: Bei einer Lohnsteuerprüfung dürfte es so keine bösen Überraschungen geben.

Steuertipp: Haben Sie einmal Zweifel, ob Sie bestimmte lohnsteuerliche Sachverhalte richtig einschätzen, fragen Sie einfach beim Finanzamt nach. Das Finanzamt muss Ihnen kostenlos eine Anrufungsauskunft nach § 42e EStG erteilen. Sollte dieser Sachverhalt dann bei einer Lohnsteuerprüfung auf den Tisch kommen, können Sie beruhigt auf diese Anrufungsauskunft verweisen. dhz

Weitere Steuertipps gibt es im DHZ-Steuerarchiv.

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten