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Steuertipp Lohnsteuerfreie Erstattung der Monatskarte für öffentlichen Nahverkehr

Kaufen Sie sich jeden Monat eine Monatskarte für den öffentlichen Nahverkehr und nutzen diese auch für Fahrten im Rahmen von beruflichen Auswärtstätigkeiten, kann der Arbeitgeber Ihnen die Ausgaben für diese Monatskarte bestenfalls komplett steuerfrei erstatten.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Beruflich unterwegs

Die Senatsverwaltung für Finanzen Berlin weist in einem Runderlass ESt-Nr. 353 v. 27.6.2016 darauf hin, wie ermittelt werden kann, in welcher Höhe eine steuerfreie Erstattung der Kosten für die Monatskarte nach § 3 Nr. 13 oder 16 EStG erfolgen kann. Denkbar sind hier zwei Ansätze:

  1. Es wird prozentual ermittelt, in welchem Verhältnis die Monatskarte privat und beruflich genutzt wird. In Höhe des beruflichen Anteils kann eine steuerfreie Erstattung erfolgen.
 
  • Der Arbeitnehmer kann aus Vereinfachungsgründen auch die gesparten Kosten für Einzelfahrscheinen für Fahrten anlässlich von Auswärtstätigkeiten ermitteln und sich diese Differenzbeträge lohnsteuerfrei erstatten lassen. Die Erstattung ist hier jedoch auf die Kosten für die Monatemarke begrenzt.

Damit das Finanzamt diese zweite Variante akzeptiert und bestenfalls die Erstattung der gesamten Kosten für die Monatsmarke steuerfrei belässt, müssen Sie detailliert die Fahrten anlässlich von beruflichen Auswärtstätigkeiten nachweisen können. Aufzeichnungen zum Datum, zur Fahrtstrecke sowie zum aufgesuchten Ort und Kunden sind bei Anwendung der Variante 2 unausweichlich. dhz

Steuertipp

Um auf Nummer Sicher zu gehen, sollten Sie mit Ihrem Steuerberater absprechen, wie Sie die Nachweise führen sollten. Im Zweifel kann auch das Finanzamt im Rahmen einer Anrufungsauskunft nach § 42e EStG befragt werden, ob die Nachweise für eine steuerfreie Erstattung der Monatsmarke ausreichen.

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.
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