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Licht und Dunkelheit

Im tiefsten isländischen Winter gibt es nur vier Stunden Licht pro Tag. Im Februar, dann wenn die Tage langsam wieder länger werden, wird in Reykjavik gefeiert. Das "Winter Lights Festival" ist ein Wochenende voller bunter Lichter und kultureller Veranstaltungen.

Licht und Dunkelheit
Das "Winter Lights Festival" in Reykjavik findet sowohl bei Besuchern als auch bei Einwohnern großen Anklang. -

Wenn man an den Winter im Norden denkt, denkt man an Schnee und Kälte. Aber speziell in Island ist es im Winter wärmer als gedacht. Aufgrund des Golfstroms, ist das Klimas gemäßigter als in Deutschland. Oft zählt die Hauptstadt Reykjavik, im Vergleich zu anderen Großstädten in Europa, zu den wärmsten in der Kalten Jahreszeit. Was aber bleibt ist die Dunkelheit, aufgrund der Nähe zum Polarkreis ist es an den kürzesten Tagen nur vier Stunden hell. Deswegen wird in der nördlichsten Hauptstadt Europas, die Rückkehr der länger werdenden Tage auch gebührend gefeiert.

Island
© Visit Reykjavik

Jedes Jahr am zweiten Februar Wochenende findet das "Winter Lights Festival" statt. Vom 07. Februar bis 10. Februar dreht sich in der isländischen Hauptstadt alles um Licht und Dunkelheit. Bei der Eröffnungsveranstaltung am Donnerstagabend, wird das Wahrzeichen Reykjaviks, die Kirche "Hallgrimskirja", zur Leinwand für die Projektion verschiedener Lichteffekte. Die vier Elemente, Feuer, Wasser, Erde und Luft, sind das diesjährige Motto der Lichtershow.An dem Festival beteiligen sich jedes Jahr verschiedene Galerien, Restaurant, Museen und andere Einrichtungen der Stadt, um die dunkle Jahreszeit sowohl für Bewohner als auch Besucher zu erleuchten. Künstler interpretieren alte Volkssagen, im Zoo erfahren Gäste, was Tiere im Dunkeln sehen, und in der Stadtbibliothek leuchtet man sich selbst den Weg mit einer Taschenlampe. Für Kulturliebhaber gibt es die "langen Nacht der Museen" und am Samstag, ein spezielles Programm für Kinder. Alle Veranstaltungen, Lesungen und Führungen beschäftigen sich mit Licht und Schatten und manchmal ist auch ein Blick hinter die Kulissen möglich.

Island
© Visit Reykjavik

Es ist dunkel und die Temperaturen liegen um den Gefrierpunkt. Menschen sitzen in einem wohlig warmen Pool unter freiem Himmel und lauschen isländischer Musik. Die "Pool Night" ist während des Festivals der Höhepunkt für Musikliebhaber. Die öffentlichen Thermalpools werden dann zum Konzertsaal für Darbietungen der verschiedensten Musikrichtungen. In Reykjavik gibt es insgesamt 16 öffentlich zugängliche Geothermalpools, die mit 38 Grad warmem Wasser aus der Erde gespeist werden.

Natürlich können Besucher an diesem Wochenende, auch klassische Stadtführungen durch die Innenstadt Reykjaviks unternehmen. Und um problemlos zwischen den einzelnen Veranstaltungsorten hin- und her zukommen wird eigens eine Busverbindung eingerichtete.Ganz nach dem Motto: Es gibt kein schlechtes Wetter, nur schlechte Kleidung, ist die nördlichste Hauptstadt Europas auch im Winter eine Reise wert. dhz

Weitere Informationen zu Island und der Stadt Reykjavik finden Sie unter visiticeland.com und visitreykjavik.is oder Sie unternehmen mit der Leserreise "Reykjavik: Hot Spot am Polarkreis" eine Reise in die Hauptstadt Islands.

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