Bildergalerie: Leser antworten: Wie motivieren Sie sich im Alltag und in der Krise?

Selbstmotivation Leserumfrage Corona Feederle
© Nikolay Kazakov
Corona Feederle, geschäftsführende Gesellschafterin Feco Feederle in Karlsruhe:

"Als Führungskraft ist es wichtig, seine Energiequellen zu kennen. Mir geben Erfolge, die ich gemeinsam mit meinem Team erzielen konnte, Sicherheit und Zuversicht für anstehende, herausfordernde Aufgaben. Da im Berufsalltag oftmals die Probleme im Vordergrund stehen, sollte man hin und wieder auch reflektieren, was denn gut war beim abgelaufenen Projekt oder im vergangenen Jahr. Wenn man sich bewusst über Dinge freut, die gelungen sind, dann ist es auch leichter zu verkraften, wenn mal etwas nicht läuft."

Selbstmotivation Leserumfrage Jan Kempf
© Fliesen Kempf
Jan Kempf, Geschäftsführer Fliesen Kempf in Markt-Erlbach:

"Oftmals neigt man dazu, die Dinge größer zu machen als sie sind. Wichtig ist, sich gar nicht erst zu verkopfen, sondern ins Tun zu kommen. Das gilt auch in der Krise. Eine Motivation für mich ist, wenn ich mir vor Augen führe, was ich schon alles geschafft habe. Und dann ist es natürlich der Erhalt der Arbeitsplätze, der immer wieder zum Weitermachen motiviert. Was mir nach meinem Burn-out geholfen hat, war, mir bewusst zu machen, dass die Arbeit nicht das Wichtigste im Leben ist. Bewusste Auszeiten für Familie und Sport sind extrem wichtig."

Selbstmotivation Leserumfrage Viola Hermann
© Viola Hermann
Viola Hermann, Goldschmiedemeisterin aus Stuttgart:

"Als ich im Frühjahr schließen musste, war ich erst einmal in einer Schockstarre. Mein Mitarbeiter und ich haben uns dann gegenseitig aufgebaut, vor allem aber haben wir weitergearbeitet. Es ist nichts bahnbrechend Neues entstanden, aber es hat geholfen. Für unangenehme Arbeiten wie Buchhaltung motiviere ich mich, indem ich alle Sinne anrege. Klassische oder instrumentale Musik im Hintergrund, ein leckerer Tee, eine duftende Handcreme und bewusst aufrecht Sitzen. Wenn auch das nicht hilft, gehe ich für zehn Minuten um den Block oder führe zwischendurch mal ein Telefonat."

Selbstmotivation Leserumfrage Oliver Dundiew
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Oliver Dundiew, Zimmerermeister aus Marbach-Rielingshausen:

"Ich bin keiner, der den Kopf in den Sand steckt. Meine Frau bezeichnet mich als überschwänglich optimistisch. Egal wie schwierig die Situation ist, es gibt immer einen Weg. Man muss nur den ersten Schritt machen, sich Stück für Stück an das Ziel heranarbeiten und sich auch die kleinen Erfolge bis dahin bewusstmachen. Was mir außerdem hilft: Nicht alles selber machen. Was mir nicht liegt, können andere gut. Beispiel DSGVO: Ich bin überfordert, meine Frau geht darin auf."

Selbstmotivation Leserumfrage Stefanie Seibert
© privat
Stefanie Seibert, Friseurmeisterin aus Dillenburg:

"Die Frage ist doch, warum ich gewisse Aufgaben nicht so gerne mache. Vielleicht weil ich sie nicht so häufig mache, mir die Routine fehlt und sie mir deshalb nicht so leicht von der Hand gehen. Doch genau diese Herausforderung treibt mich an. Mich stimmt es glücklich, wenn ich mich täglich verbessern kann. Auf dem Weg passieren auch Fehler, aber an denen kann ich wachsen. Und an Tagen, an denen es mal nicht so läuft: Da motiviert es mich umso mehr, meine Kunden trotzdem zufrieden stellen."