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Ausgezeichnete Auszubildende Leistungswettbewerb des Deutschen Handwerks

Der Zentralverband des Deutschen Handwerks (ZDH) zeichnete in Berlin mehr als hundert Auszubildende und den besten Ausbilder aus.

Ob Vergolder, Schneidewerkzeugmechaniker oder Zupfinstrumentenmacher – selten wird die Bandbreite der handwerklichen Berufe so deutlich wie bei der Preisverleihung des Leistungswettbewerbes des Deutschen Handwerks. Aus über 130 Handwerksberufen sind auch dieses Jahr zum 66. Mal mehr als hundert Bundessieger ausgezeichnet worden. "Sie zeigen nicht nur, was Handwerk alles kann. Sie zeigen auch, wie weit man damit kommen kann", sagte ZDH-Präsident Hans-Peter Wollseifer, der gemeinsam mit der französischen Botschafterin in Deutschland, Anne-Marie Descôtes, und der Spitzensportlerin Kati Wilhelm die Preise überreichte. Auf bis zu drei Ebenen mussten sich die Nachwuchskräfte beweisen, bis sie es unter die 735 Teilnehmer auf Bundesebene geschafft haben. Von ihnen wiederum gab es 113 erste Bundessieger.

Können kennt keine Grenzen

Von den Stärken der dualen Ausbildung ist auch Frankreichs Botschafterin Descôtes überzeugt. Frankreich wolle sich bei der Modernisierung der beruflichen Bildung im eigenen Land vom deutschen System der beruflichen Bildung inspirieren lassen. Darüber hinaus sollten die seit vielen Jahren bestehenden Berufsbildungspartnerschaften zwischen Frankreich und Deutschland noch weiter ausgebaut werden. "Es sollten noch mehr Jugendliche ins Ausland gehen", sagte sie mit Blick auf das Erasmus-Programm-Plus für Auszubildende. Schon jetzt gebe es viele Beispiele guter Zusammenarbeit zwischen einzelnen Kammern, aber es könnte noch mehr werden.

Ohne Ehrgeiz geht es nicht

Damit man einmal auf dem Siegertreppchen steht, braucht es nach Einschätzung von Kati Wilhelm, mehrfache Weltmeisterin und Olympiasiegerin im Biathlon, vor allem Ehrgeiz und ein klares Ziel vor Augen. "Heute geht es darum, stolz zu sein auf das, was man erreicht hat und sich schon wieder neue Ziele zu stecken", sagte Wilhelm. Zu einer erfolgreichen Laufbahn im Sport oder anderswo gehörten auch Niederlagen. Gerade dann sei es wichtig, sich an Erfolge wie etwa den Leistungswettbewerb zu erinnern. Ausgezeichnet wurden im Rahmen der diesjährigen Festveranstaltung auch 25 Preisträger des Wettbewerbs "Die gute Form im Handwerk – Handwerker gestalten" sowie der beste Ausbilder im Handwerk.

Auszeichnung für den besten Ausbilder

Den "Heribert-Späth-Preis für besondere Ausbildungsleistungen im Handwerk" ging an Günter Hofmann aus Lichtenfels in Oberfranken. Sein Werkzeugbauunternehmen mit 350 Mitarbeitern und 45 Auszubildenden überzeugte die Jury vor allem dadurch, wie stark Digitalisierung und Innovation in die Ausbildung integriert wird. Denn das Unternehmen kooperiert nicht nur mit Forschungsabteilungen regionaler Hochschulen, sondern Auszubildende arbeiteten auch eigenverantwortlich an innovativen Projekten wie etwa dem Modell eines elektrischen Lastwagens mit. Darüber hinaus gibt es für alle Auszubildenden und Mitarbeiter ein strukturiertes und umfangreiches Weiterbildungskonzept. bir

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