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Steuertipp Betriebsunterbrechungs-Versicherung steuerlich richtig verbuchen

In der Praxis stellt sich häufig die Frage, ob Beiträge zu Versicherungen des Unternehmers als Betriebsausgaben abziehbar sind und ob die Versicherungsleistungen später als steuerpflichtige Betriebseinnahme mit dem Gewinn des Betriebs versteuert werden müssen. Bezüglich der Betriebsunterbrechungsversicherung sorgt ein Urteil des Finanzgerichts Köln nun für Klarheit.

Nach einem Urteil des Finanzgerichts Köln stellen Zahlungen der Versicherung im Rahmen einer personenbezogenen Betriebsunterbrechungsversicherung steuerpflichtige Einnahmen dar, die dem Gewinn des Betriebs zuzurechnen sind (FG Köln, Urteil v. 15.12.2016, Az. 10 K 524/16).

Im Umkehrschluss muss das natürlich bedeuten, dass die Beitragszahlungen für eine solche personenbezogene Betriebsunterbrechungsversicherung als Betriebsausgaben den Gewinn mindern dürfen.

Darum ging es in dem Urteilsfall zur Betriebsunterbrechungsversicherung

In dem Urteilsfall schloss eine GmbH für ihren GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer eine Betriebsunterbrechungsversicherung ab. Versichert war unter anderem ein krankheitsbedingter Ausfall des Gesellschafter-Geschäftsführers. Als dieser tatsächlich für längere Zeit krankheitsbedingt ausfiel, zahlte die Versicherung 34.000 Euro an die GmbH. Diese Zahlung steht der GmbH als Versicherungsnehmer zu und ist deshalb als Betriebseinnahme zu versteuern, so dir Richter des Finanzgerichts Köln.

Steuertipp: GmbH-Gesellschafter-Geschäftsführer sollten also bei von der GmbH abgeschlossenen Betriebsunterbrechungsversicherungen darauf achten, dass die Beiträge für diese Versicherung als Betriebsausgaben verbucht werden. dhz

Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.

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