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Deutsches Lebensmittelhandwerk Lebensmittelhandwerk lehnt Vorschlag zu EU-Lebensmittelinformationsverordnung ab

In einer Stellungnahme an die Bundesminister Seehofer und Glos hat die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk den Entwurf zu einer neuen EU-Verbraucherinformationsverordnung entschieden abgelehnt.

In dem Schreiben kritisiert die Arbeitsgemeinschaft die teilweise Einführung von verpflichtender Kennzeichnung loser Ware. Eine solche Kennzeichnungspflicht ist nicht sachgerecht und widerspricht dem erklärten politischen Willen des Verbraucherschutzministers Seehofer.

Dieser hat bereits im Vorfeld einer staatlich geregelten Pflichtkennzeichnung von losen Lebensmitteln eine Absage erteilt und strebt für Deutschland im Konsens mit dem Lebensmittelhandwerk eine praxisorientierte Lösung auf freiwilliger Basis an. Das Fleischerhandwerk hat diesbezüglich bereits Initiative ergriffen und dem Minister einen entsprechenden Lösungsvorschlag präsentiert.Die Arbeitsgemeinschaft fordert den Minister in ihrer Stellungnahme nun auf, den Kurs der freiwilligen Lebensmittelkennzeichnung weiter zu verfolgen und in dieser Angelegenheit auch auf die zuständigen EU-Gremien einzuwirken. Darüber hinaus wurde grundlegende Kritik an der an Rechtsetzungspraxis der Europäischen Union geübt.

Die Arbeitsgemeinschaft Lebensmittelhandwerk ist ein Verbund aus den Zentralverbänden des Bäcker- und Konditorenhandwerks sowie des Deutschen Fleischer-Verbands.

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