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Mehr für den Euro Last-Minute-Reisen: Diese Urlaubsländer schonen den Geldbeutel

Mit Last-Minute-Reisen spontan auf und davon: Diese Reiseländer eignen sich in diesem Sommer trotz des schwächelnden Euros besonders für den Urlaub und schonen den Geldbeutel.

Bei vielen Urlaubern sitzt das Geld locker: Rund 43 Prozent aller Deutschen achten im Urlaub nicht auf die Kosten. Mehr als die Hälfte (52 Prozent) ist dagegen durchaus sparsam und behält das Budget im Blick, wie eine repräsentative Umfrage des Marktforschungsunternehmens Goldmedia zeigt.

Wer auf den letzten Drücker noch verreisen möchte, für den gibt es einige nützliche Tipps, welche Reiseländer sich in diesem Sommer besonders für Last-Minute-Reisen lohnen.

Türkei weiterhin preiswert

Ein günstiges Urlaubsziel ist nach wie vor die Türkei. Zwar war der Wert der türkischen Lira in den vergangenen Monaten deutlich niedriger, dennoch bekommen Touristen für einen Euro immer noch Waren im Wert von 1,55 Euro. „In der Türkei bekommt man zum Teil sieben bis zehn Tage in einem guten Vier-Sterne-Hotel für weniger als 250 Euro“, sagt Sebastian Kaatz, Gründer der Schnäppchenseite Urlaubspiraten. Allerdings sind solche Angebote die Ausnahme.

Und noch ein kulinarischer Tipp:  Reisende sollten Köfte - das Nationalgericht aus kleinen Hackfleischbällchen - oder süße Baklava im Türkei-Urlaub unbedingt probieren.

Entspannen an der Copacabana

Noch mehr Kaufkraft als in der Türkei hat der Euro in Brasilien. Der brasilianische Real bleibt im Vergleich zum Euro auf einem Tiefstand.  Wer sich also gerne vom Amazonas beeindrucken lassen  oder an der Copacabana entspannen möchte, für den ist der Wechselkurs ein zusätzlicher Grund den Langstreckenflug in das vielfältige südamerikanische Land auf sich zu nehmen.

Besonders an den langen Sandstränden genießen Touristen so für wenig Geld ausgezeichnete brasilianische Gerichte oder eisgekühlte Caipirinhas.

Skandinavien wird günstiger

Norwegen: Das skandinavische Reiseziel ist zwar nach wie vor hochpreisig und nicht unbedingt für "Schnäppchenjäger" geeignet. Immerhin erhalten Urlauber für einen Euro Waren im Wert von umgerechnet gerade einmal nur 70 Cent. Allerdings ist die norwegische Krone gegenüber dem Euro in 2014 deutlich gefallen und bietet damit allen Urlaubern, die schon länger den Norden Europas im Visier haben, eine „günstigere“ Gelegenheit, diesen nun zu bereisen.

Laut Europäischer Reiseversicherung (ERV) gibt es innerhalb der Europäischen Union in diesem Sommer ebenfalls Reiseziele, die das Portemonnaie schonen. „In Portugal beispielsweise bekommen Touristen ein Drittel mehr für ihr Geld als zu Hause“, so die ERV.

Viel Urlaub für wenig Geld

Balkan, Goldstrand und Osteuropa besonders reizvoll

Noch günstiger kommen sie allerdings in Ungarn und Polen weg. Dort besitzt der Euro eine Kaufkraft von 1,76 Euro beziehungsweise 1,79 Euro. Eine Reise durch die ungarische Weinregion Tokaj oder ein Städtetrip in die polnische Kulturmetropole Krakau ist dadurch besonders reizvoll.

Für jüngere Menschen, die auf der Suche nach Party sind, ist Bulgarien zu empfehlen. Am Goldstrand kann Tag und Nacht ausgelassen gefeiert werden. „Bulgarien ist in diesem Jahr preislich nur sehr schwer zu unterbieten“, sagt Kaatz.

USA deutlich verteuert

Allerdings gibt es auch Länder, die den Geldbeutel deutlich stärker strapazieren als noch vor ein paar Jahren. Die USA galten lange – aufgrund des schwachen Dollar - als besonders günstiges Reiseziel. Im Moment ist das Land "der unbegrenzten Möglichkeiten" allerdings deutlich teurer als Deutschland.

Leider scheint auch in naher Zukunft keine Besserung in Sicht. Im Gegenteil: Experten prognostizieren eine weitere Verteuerung.

Schweiz nichts für Preisbewusste

Am deutlichsten belastet jedoch ein Urlaub in der Schweiz die Reisekasse. Für einen Euro erhalten Reisende Waren im Wert von lediglich 57 Cent. Preisbewusste Liebhaber weißer Berggipfel, idyllischer Almwiesen und Schokolade sollten sich daher noch etwas gedulden und auf eine Entspannung des Wechselkurses hoffen. Alle anderen Fans der Schweiz halten während ihrer Reise wohl oder übel den Geldbeutel weit auf.

Egal wohin und für welchen Preis, wer Last-Minute-Reisen bucht, braucht vor allem eines: Flexibilität. „Das ist hauptsächlich etwas für Leute, die keine bestimmte Region und ein bestimmtes Abflugdatum im Blick haben“, sagt Kaatz. erv/dhz

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