Betriebsführung -

Corona-Pandemie Kurzarbeitergeld für Azubis: Das ist zu beachten

Hunderttausende Betriebe haben in Folge der Corona-Krise bei der Arbeitsagentur Kurzarbeit angemeldet. Doch wie sieht es für Auszubildende aus? In bestimmten Fällen sei die Beantragung laut Bundesagentur für Arbeit auch für sie möglich.

Dieser Artikel ist Bestandteil der Themenpakete Coronavirus und Insolvenz und Liquiditätssicherung

Nahezu in allen Branchen zeigen Betriebe derzeit Kurzarbeit an. Das trifft auch viele Ausbildungsverhältnisse. Bekommen Azubis ebenfalls Kurzarbeitergeld? In bestimmen Fällen ist das möglich, wie die Bundesagentur für Arbeit in einem FAQ erklärt. Das geht aber nur, wenn bestimmte Voraussetzungen erfüllt sind.

Ausbildungsbetriebe müssen zunächst versuchen, die Ausbildung weiter zu ermöglichen – etwa, indem der Lehrplan umgestellt wird, Auszubildende theoretische Aufgaben zur Bearbeitung im Homeoffice bekommen oder womöglich in einer anderen Abteilung untergebracht werden. Darauf weist unter anderem die Industrie- und Handelskammer (IHK) Berlin auf ihrer Webseite hin.

Kurzarbeit für Azubis erst nach mehrwöchigem Arbeitsausfall möglich

Sollte Kurzarbeit auch für Auszubildende angeordnet werden, weil zum Beispiel gar kein Betrieb möglich ist, so ist das erst nach einem Arbeitsausfall von sechs Wochen oder 30 Arbeitstagen möglich, erklärt die Arbeitsagentur. Das ist in Paragraf 19 des Berufsbildungsgesetzes geregelt. Bis dahin bekommen Auszubildende ihre volle Vergütung.

Der DGB Jugend rät Auszubildenden, sich bei ihrer Jugend- und Auszubildendenvertretung, dem Betriebs- oder Personalrat oder der zuständigen Gewerkschaft zu informieren, ob es eine Betriebsvereinbarung oder einen Tarifvertrag mit abweichenden Regeln dazu gibt. Es können längere Fristen vorgesehen sein. dpa/ew

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