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Kündigung des Arbeitsvertrags So ist eine Kündigung wirksam

Wer einen Mitarbeiter kündigt, muss dabei bestimmte Vorgaben einhalten. Denn nur Kündigungen, die alle wichtigen Angaben enthalten, sind wirksam. Das entschied das Arbeitsgericht Leipzig.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Kündigung: Tipps und Fallstricke

Die Kündigung eines Arbeitsverhältnisses muss schriftlich und eindeutig sein. Insbesondere muss klar sein, wann das Arbeitsverhältnis enden soll. Fehlt eine entsprechende Angabe, ist die Kündigung unwirksam. Das ergibt sich aus einer Entscheidung des Arbeitsgerichts Leipzig (Az.: 2 Ca 3972/12). Auf das Urteil weist der Deutsche Anwaltverein hin.

Genauen Kündigungstermin angeben

In dem Fall hatte ein Unternehmen rund 100 Arbeitnehmern aus betriebsbedingten Gründen ordentlich gekündigt. Die meisten der Arbeitnehmer waren sehr lange in der Firma beschäftigt gewesen. Die Kündigungen enthielten jedoch keine Angaben zum Zeitpunkt, zu dem die Arbeitnehmer ihren Job verlieren sollen.

Das Arbeitsgericht hielt deshalb die Kündigungen für zu unbestimmt und somit für unwirksam. Es könnte nicht Aufgabe der Arbeitnehmer sein, zu rätseln, zu welchem Termin der Arbeitgeber die Kündigung gewollt haben könnte.

Das Unternehmen muss nun erneut die Kündigungen aussprechen. Für die Dauer des Verfahrens und bis zum Ablauf der Kündigungsfrist muss es zudem weiterhin eine Vergütung zahlen. dpa

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