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Tag des Brotes Kruste, Krume und darüber hinaus: Fünf Brot-Fakten

Brot schmeckt. Ob zum Frühstück, zum Abendessen oder zwischendurch. Ob belegt oder bestrichen. Fünf Fakten zum Tag des Brotes.

Die Brot-Trends 2015: Vor allem Brot mit Dinkel ist in den vergangenen Jahren immer beliebter geworden. Auch Samen aus Südamerika wie Chia, Quinoa oder Amarant sind im Kommen. Unter Vegetariern und Veganern sind reichhaltige Sorten hoch im Kurs.

Breites Sortiment: Besonders aus südlichen Ländern kommen neue Gebäckideen nach Deutschland. Mit diesem Blick auf die anderen Esskulturen entdecken manche Bäcker außergewöhnliche Gewürzkombinationen und neue Brotsorten entstehen. Das beste Beispiel für den erfolgreichen Import eines Gebäcks aus südlichen Breitengraden ist das Ciabatte-Brot, das es vor 30 Jahren nur in Italien gab.

Brot als Exportschlager: In Großbritannien gibt es eher weiches Toastbrot statt bissfestem Schwarzbrot. Genauso ist es in den USA auch. Seit einigen Jahren tauchen aber Bäckereien auf, die traditionell handwerklich hergestelltes Brot anbieten. Sie finden großen Zulauf, denn der Geschmack eines Brotes, wie es ihn in Deutschland gibt ist für die allermeisten Angelsachsen komplett neu.

Brot als Namensgeber: Jemals über den Ursprung des Nachnamens Müller nachgedacht? Er stammt aus dem Mittelalter und geht auf Mühlen und natürlich den Beruf des Müllers zurück. In Deutschland heißen heute etwa 750.000 Personen so. Die weite Verbreitung des Namens zeigt, in welchem Maße das Brot die Geschichte in Deutschland beeinflusst hat.

Kulturerbe Brot: Seit 2014 ist das deutsche Brot als ein immaterielles Kulturerbe in das deutsche Register der UNESCO gelistet. Gut möglich, dass es das Brot in Zukunft auch auf die Liste der Weltkulturerbe schafft. Noch ist es aber nicht nominiert. Damit es eine Abgrenzung zu Supermärkten, Kiosken, Tankstellen und sonstigen Aufback-Läden gibt, fordert der Zentralverband des Deutschen Bäckerhandwerks zudem einen Schutz des Begriffs "Bäckerei".

Anlässlich des diesjährigen Tags des Brotes haben die deutschen Innungsbäcker einen Werbespot produzieren lassen, der eine Woche lang täglich direkt vor der Hauptausgabe der Tagesschau zu sehen war. Der 15-sekündige Film hat täglich bis zu vier Millionen Menschen erreicht. Es war der Startschuss einer Verbraucherinitiative, die am Tag des Brotes ihren ersten Höhepunkt findet. dpa/jr

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