Südthüringen -

Tischlermeister geht von Bord Kreishandwerksmeister verabschiedet

Auf einer Feierstunde verabschiedete die Kreishandwerkerschaft Eisenach im Fahrzeugmuseum „Automobile Welt“ den langjährigen Kreishandwerksmeister und das ehemalige Vorstandsmitglied der HWK Südthüringen Tischlermeister Klaus-Peter Senf in den Ruhestand.

Sein Nachfolger Stefan Mankel und der stellvertretende Kreishandwerksmeister Holger Schade ernannten ihn zum „Ehrenkreishandwerksmeister“. 21 Jahre übte Klaus-Peter Senf dieses Ehrenamt aus und hat in dieser Zeit die Geschichte des Eisenacher Handwerks mit geschrieben. „Es war eine tolle Zeit“, dankte er seinen Mitstreitern und erinnerte an seinen Geschäftsführer Rainer Marschall, der mehr als 24 Jahre seine Kraft für das Wohl des Eisenacher Handwerks eingesetzt habe und mit dem er freundschaftlich verbunden gewesen sei.

Er dankte dem Ehrenpräsidenten der HWK Südthüringen Henner Hartung und den ehemaligen Hauptgeschäftsführern Rolf Günzler, Friedhelm Enke und dem langjährigen Vorstandskollegen Thomas Wolf. Er würdigte die Zusammenarbeit mit den berufsständischen Versicherungen, der IKK classic und den Innungsobermeistern der KH Eisenach.

Die Glückwünsche der HWK Süd­thüringen überbrachten Präsident Manfred Scharfenberger und die stellvertretende Hauptgeschäftsführerin Sabine Bednarzik. In seinem Grußwort erinnerte der Präsident an das Jahr 1997, an dem die Obermeister der KH Eisenach dem Jubilar das Ehrenamt des Kreishandwerksmeisters übertragen haben. „Du hattest gute Unterstützer in deiner Region, die dir das Vertrauen schenkten, 21 Jahre als Mitglied der Vollversammlung der HWK Südthüringen und davon 15 Jahre als Vorstandsmitglied für das Südthüringer Handwerk zu arbeiten“, sagte er. Grußworte überbrachten der Vizelandrat Udo Schilling, Bürgermeister Dr. Uwe Möller und Holger Schade.

Am 1. Januar 1990 kam es zur Gründung der KH Eisenach. Noch im selben Jahr wählten die Betriebe der Tischlerinnung Eisenach Klaus-Peter Senf zu ihrem Obermeister. Am 20. Februar 1997 übernahm er das Amt des Kreishandwerksmeisters von seinem Vorgänger Bernhard Rädel. Seit dieser Zeit versah er das Ehrenamt an der Spitze der Eisenacher Handwerksorganisationen und vertrat die Interessen von mehr als 400 regionalen Handwerksbetrieben.

Auf Grund seines Einsatzes für das regionale Handwerk wurde Klaus-Peter Senf im Jahr 1995 zum Mitglied der Vollversammlung der HWK Süd­thüringen und 2001 zum Vorstandsmitglied gewählt. Als Kreishandwerksmeister setzte er sich für die Werbung des Handwerksnachwuchses ein. Regelmäßig bewarb er in Schulklassen Berufe im Handwerk und begleitete Schulabgänger zu praktischen Exkursionen ins BTZ Rohr-Kloster.

Die jährlichen Berufe-Märkte im Handwerk organisierte er mit. Klaus-Peter Senf arbeitete eng mit den gewählten Gremien der Stadt und Verwaltung zusammen und brachte die Interessen der Eisenacher Handwerker zu städtischen Projekten ein. Unter seiner Verantwortung fanden Handwerkerabende statt, auf denen er die Interessen der Bürger und des Handwerks gegenüber der Kommunal- und Landespolitik vertrat.

Auch an der Organisation und Durchführung städtischer Großveranstaltungen, wie dem „Thüringen Tag 2007“, der MDR-Sendung „Hier ab vier“, der „Thüringen Rundfahrt“ und dem „Tag des Handwerks 2011“ trug er maßgeblichen Anteil. 2012 verlieh ihm die Wartburgstadt in Würdigung seines ehrenamtlichen Wirkens den „Unternehmerpreis für bürgerschaftliches Engagement“.

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