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GfK-Index Konsumlaune der Deutschen bleibt verhalten

Die Finanzmarktkrise und die Inflationsgefahren hinterlassen Spuren im Konsum der Deutschen. Die Kauflaune bleibt verhalten, verdeutlicht der aktuelle Konsumklimaindex.

Auf der anderen Seite bleiben wesentliche Rahmenbedingungen wie die positive Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt günstig. Der monatlich erhobene sogenannte GfK-Konsumklimaindex für Februar stagniert auf dem Januar-Wert von 4,5 Punkten, wie die Forscher weiter mitteilten. Im Dezember 2007 lag er bei 4,4 Punkten, im Januar 2007 bei 8,5 Punkten. Während die Konjunkturerwartung und die Anschaffungsneigung sich erhöht hätten, seien die Einkommensaussichten gegenüber dem Vormonat gesunken.

Ins Bild passt da der Start in den freiwilligen Winterschlussverkauf (WSV). Aufgrund des warmen und regnerischen Wetters habe dieser gelitten, sagt der Geschäftsführer des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Hubertus Pellengahr: "Man denkt eher an Frühling als an Winter und das ist nicht gut für den Schlussverkauf."

Der Einzelhandel lockt den Angaben zufolge bereits seit dem Wochenende mit Preisnachlässen von 30 bis 50 Prozent – in Extremfällen sogar bis 70 Prozent. Vor allem Winterbekleidung müsse raus, sagte Pellengahr. Der WSV dauert zwei Wochen bis zum Faschingswochenende.

Die Befragung fand vor dem Einbruch der Aktienmärkte am 21. Januar statt. Der monatliche GfK-Konsumklimaindikator basiert auf rund 2000 Verbraucherbefragungen. Wesentliche Faktoren des Konsumklimas sind die Einkommenserwartung, die Anschaffungsneigung und die Konjunkturerwartung der Verbraucher.

ddp

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