Dresden -

Strukturwandel in der Lausitz Kohleausstieg: Handwerk braucht Perspektiven

In der Lausitz sind viele Handwerksbetriebe vom Kohleausstieg betroffen. Sie brauchen eine Perspektive, fordert Jörg Dittrich, Präsident der Handwerkskammer Dresden.

Anlässlich der Debatte über die Zukunft der sächsischen Braunkohlereviere im Sächsischen Landtag Jörg Dittrich: "Der Lausitz steht eine Zukunftsperspektive zu, wie sie sich alle Regionen wünschen. Wir brauchen verbindliche Lösungen für die Zeit nach dem Braunkohleabbau. Vom Kohleausstieg sind zahlreiche Handwerksbetriebe in der Region direkt und indirekt betroffen. Sie alle benötigen eine klare Perspektive, wie sie in Zukunft Umsätze in vergleichbarer Höhe generieren können."

Das ostsächsische Handwerk hat dabei eine klare Erwartungshaltung: "Es bedarf außerordentlicher Anstrengungen, um den Strukturwandel vor Ort zu meistern. Benötigt wird ein klares, finanziell gesichertes Gesamtkonzept, um neue Arbeitsplätze in der Region zu schaffen. Dabei sind schnelle Lösungen und Entscheidungen gefragt.

Die Politik ist in der klaren Verantwortung, die Themen anzupacken. Ein gesellschaftlich gewollter Ausstieg aus der Kohle darf nicht nur zu Lasten der Menschen in der Lausitz gehen. Ein Ende der Braunkohle ohne klare Zukunftsperspektive für die Region darf es nicht geben." unterstreicht Jörg Dittrich. "Etliche Projektideen aus der Lausitz liegen in Berlin vor. Sie warten auf ihre Umsetzung. Was ihnen fehlt, ist eine finanzielle Untersetzung. Hierbei ist insbesondere der Bund gefragt."

Hintergrund

Die Handwerkskammer Dresden, deren Kammerbezirk die Landkreise Bautzen, Görlitz, Meißen, Sächsische Schweiz-Osterzgebirge und die Landeshauptstadt Dresden umfasst, vertritt die Interessen von 22.122 Mitgliedsbetrieben. Mehr als 16.000 dieser Handwerksbetriebe sind im ländlichen Raum beheimatet. In den Landkreisen Görlitz und Bautzen gibt es rund 9000 Handwerksbetriebe.

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