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Steuertipp Koalitionsausschuss: Neue Corona-Hilfen vereinbart

Aufgrund der anhaltenden Corona-Pandemie und der damit verbundenen Schließung von Betrieben und wegen Kurzarbeit hat der Koalitionsausschuss neue finanzielle und steuerliche Hilfen für Steuerzahler vereinbart.

Folgende Maßnahmen zur finanziellen Unterstützung bzw. zur steuerlichen Entlastung wurden unter anderem beschlossen:

  • Gastronomie: Für Speisen, die von Gästen und Kunden im Cafés und Restaurants verzehrt werden, dürfen Unternehmer ausnahmsweise den ermäßigten Umsatzsteuersatz von sieben Prozent ausweisen. Diese Vergünstigung, die eigentlich bis zum 30. Juni 2021 begrenzt war, soll Gastronomen und den Betreibern von Cafés und Konditoreien nun bis Ende 2022 gewährt werden.
  • Verlustrücktrag: Unternehmer, die wegen der Corona-Krise in 2020 und 2021 hohe Verluste einfahren, können einen deutlich höheren Verlustrücktrag vornehmen und die Verluste mit positiven Einkünften des Vorjahrs verrechnen. Der Verlustrücktrag erhöht sich auf 10 Millionen Euro und bei Zusammenveranlagung auf 20 Millionen Euro.

Überlegung: Für kleine und mittelständische Betriebe bringt diese steuerliche Neuregelung keine Vorteile, da deren Verluste 2020 und 2021 deutlich unter diesen Höchstgrenzen liegen. Besser wäre es, den Verlustrücktrag für kleine und mittelständische Unternehmen auf das vorletzte Jahr auszuweisen. Dann dürfen Verluste 2020 steuersparend mit positiven Einkünften 2018 verrechnet werden und Verluste aus 2021 mit positiven Einkünften aus 2019.

  • Kinderbonus: Eltern mit Kindern, für die sich noch Kindergeld bekommen, sollen 2021 erneut einen Kinderbonus zusätzlich zum Kindergeld erhalten. Der Kinderbonus beträgt diesmal einmalig 150 Euro
Weitere Steuertipps finden Sie im DHZ-Steuerarchiv.
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