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Bundesfinanzhof urteilte Keine Steuern, wenn sich Privatauto und Firmenwagen gleichen

Unternehmer müssen die private Nutzung eines Dienstwagens normalerweise versteuern – entweder per 1-Prozent-Regelung oder nach den Einträgen im Fahrtenbuch. Wer jedoch ein Privatfahrzeug hat, das sich vom Firmenwagen kaum unterscheidet, zahlt keine Zusatzsteuern auf den Firmenwagen, entschied der Bundesfinanzhof.

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Im Dezember vergangenen Jahres mussten die Richter des Bundesfinanzhofs (BFH) die nicht einfach zu durchschauenden Regelungen zur Versteuerung der Privatnutzung von Firmenwagen für einen Sonderfall neu regeln. Im dem betreffenden Urteil (Aktenzeichen: VIII R 42/09) ging es um die Frage, ob der Firmenwagen auch mit der sogenannten Ein-Prozent-Regelung versteuert werden muss, wenn das Privatfahrzeug des Unternehmers dem Firmenwagen stark ähnelt.

Finanzamt in der Pflicht

Der BFH legte nun fest, dass im Fall, wenn sich Dienst- und Privatfahrzeuge in Status und Gebrauchswert kaum unterscheiden, nur schwer nachgewiesen werden kann, dass das Dienstfahrzeug auch privat genutzt wurde. Statt eines Belegs des Steuerzahlers wäre dann ein Beweis von Seiten des Finanzamts nötig.

Mit diesem Urteil legten die Richter fest, dass der sogenannte Anscheinsbeweis für eine private Nutzung widerlegt ist. In einem solchen Fall müsste der Steuerzahler die private Nutzung nicht ausschließen. Trotzdem wären keine Steuern fällig, bis das Finanzamt einen Gegenbeweis vorlegt. dhz/dapd

Das komplette Urteil können Sie hier nachlesen.

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