Deutschland -

Bundesverband Deutscher Banken Keine Sorge vor Rezession in Deutschland

Der Bundesverband deutscher Banken hält die Sorge vor einer Rezession in Deutschland durch die Finanzmarktkrise für unbegründet. Der deutsche Export werde zwar weniger dynamisch wachsen, aber nicht einbrechen.

Zudem sei die deutsche Wirtschaft in einer stabilen Verfassung und könne auch einen möglichen Abschwung in den USA verkraften. Die Lage werde das Wachstum in Deutschland jedoch belasten, so dass das Bruttoinlandsprodukt im laufenden Jahr unter zwei Prozent wachsen werde.

Mehr Wettbewerb im Kreditgeschäft erwartet

Nach Verbandsangaben gibt es in Deutschland keine Anhaltspunkte für eine Kreditklemme. Die Bonität der meisten Kreditkunden habe sich in den vergangenen Jahren verbessert. Außerdem sei eine weitere Verstärkung des Wettbewerbs zwischen den Banken um gute Kunden im Kreditgeschäft zu erwarten.

Der Bankenverband schließt einen Abschwung in den USA nicht aus. Die Konjunkturdaten und die Kursverluste an den Aktienmärkten hätten diese Sorge vor einer Rezession verstärkt. Zudem hätten die US-Zinssenkungen und das amerikanische Konjunkturprogramm diesen Befürchtungen zusätzlich Nahrung gegeben. Es bestünden aber "durchaus Chancen einer Wiederbelebung im kommenden Jahr", heißt es im Konjunkturbericht des Bankenverbandes.

Laut dem Konjunkturbericht begrüßt der Bankenverband den Kurs der Europäischen Zentralbank (EZB). Sie hielten "die Fortsetzung des von der EZB seit Sommer vergangenen Jahres verfolgten Kurses stabiler Leitzinsen auch weiter für angemessen", erklärte der Geschäftsführer des Bankenverbandes Manfred Weber.

ddp

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