Produktneuheiten -

"AluRepair plus" erleichtert das Ziehen von Stanznieten Reparaturen im Karosseriebau: Nieten ziehen für mehr Gewinn

Moderne Auto-Karosserien sind verklebt, geschraubt und vor allem genietet, was den Reparaturbetrieben des Kfz-Handwerks die Arbeit erschwert. Eine Entwicklung der Firma Carbon aus Eigeltingen-Heudorf nahe dem Bodensee schafft Abhilfe.

Im Fahrzeugbau zählt jedes Gramm. Denn mit dem Gewicht sinken Kraftstoffverbrauch und Schadstoffausstoß. Karosserien entstehen heute im "Multi Material Design", einer Leichtbauweise, die verschiedene Materialien mittels modernster Fügetechnik kombiniert. Das ist einfach beim Neubau, kompliziert aber die Reparatur.

Mit dem System "AluRepair plus-CMA 200" können nach Angaben des bayerischen Kfz-Gewerbes Karosseriebetriebe beim Instandsetzen von Unfall­schäden eine Zeitersparnis von bis zu 300 Prozent erzielen. Obwohl das Gerät noch weitere Vorzüge hat, liegt seine Stärke im Ziehen von Stanz­nieten, die immer häufiger zum Einsatz kommen und bisher vom Reparaturbetrieb zeit- und kraftaufwändig ausgebohrt werden mussten.

-

Keine Probleme mit Korrosion in Hohlräumen

Außerdem erhöht das Ziehen der Nieten die Arbeitssicherheit, da beim Bohren der harten Materialien die Gefahr des Abrutschens nicht zu unterschätzen ist. Für ihre Entwicklung, die in Zusammenarbeit mit der Autoindustrie zur Marktreife geführt wurde, ist die Firma Carbon auf der Internationalen Handwerksmesse mit einem Bundespreis belohnt worden.

Neben dem Ziehen von Stanznieten bietet das "AluRepair"-System eine sehr effektive Methode, um Dellen in der Karosserie auszubeulen. Das freut nicht nur den Kunden, der nicht lange auf die Lieferung teurer Neuteile warten muss, sondern auch die Autoindustrie, weil die Versicherungen hohe Reparaturkosten mit einer schlechten Typklasseneinstufung bestrafen.

Mit Miracle-Bits Aluminiumhaut glätten

Mit dem System können Zugösen aus Aluminium auf die verbeulten Karosserieteile prozesssicher aufgeschweißt werden. Über die so genannten Miracle-Bits, die bisher nur für Stahlblech zur Verfügung standen, glättet der Handwerker mit dem richtigen Werkzeug eine Außenhaut aus Aluminium, so dass der Schaden nach der Lackierung nicht mehr sichtbar ist.

Dank seiner hohen Leistung von 1.000 Ampere können mit "AluRepair plus CMA 200" Bolzen bis zu einem Durchmesser von zehn Millimeter verschweißt werden. Das gesamte Gerät wiegt 29 Kilogramm und wird von führenden Automobilbauern empfohlen. Carbon bietet es im Direktvertrieb aber auch freien Werkstätten an. Der Nettopreis liegt bei rund 8.500 Euro. ste

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten