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Ein-Prozent-Regelung umgehen Junggesellen-Regelung für Firmenwagen wieder gültig

Unternehmer mit mehreren Firmenwagen müssen zukünftig nicht mehr alle Fahrzeuge mit der Ein-Prozent-Regelung versteuern. Können sie belegen, dass es sich beispielsweise um Vorführwagen handelt oder sind die Unternehmer alleinstehend, greift die sogenannte Junggesellen-Regelung wieder, die der Gesetzgeber abgeschafft hat.

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Seit 2010 waren alleinstehende Unternehmer steuerlich besonders belastet, wenn sie mehrere Betriebs-Pkw hatten. Denn obwohl sie in aller Regel nur ein Fahrzeug privat nutzen konnten, mussten sie für alle Wagen die private Nutzung nach der Ein-Prozent-Regelung versteuern. Für die Zukunft und für alle noch offenen Fälle soll nach einem Schreiben des Bundesfinanzministeriums jetzt die alte Junggesellen-Regelung wieder eingeführt werden, nach der nur ein Fahrzeug pauschal versteuert werden muss.

Belege sind notwendig

Gelten soll die Regelung in allen Fällen, in denen der Unternehmer glaubhaft machen kann, dass ihm nicht alle Pkw im Unternehmen zur privaten Nutzung zur Verfügung stehen. Das kann etwa bei den Vorführwagen eines Autohändlers der Fall sein oder bei einer Autovermietung mit mehreren Verleihfahrzeugen. In diesen Fällen muss der Unternehmer dann nur noch die private Nutzung für das Fahrzeug mit dem höchsten Listenpreis versteuern. dapd

Das Schreiben finden Sie unter bundesfinanzministerium.de.

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