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Handwerksordnung Jubel in 12 Gewerken: Meisterpflicht endgültig beschlossen

Zwölf Gewerke sind am Ziel eines langen Weges. Ab 1. Januar 2020 wird in ihrem Berufsstand wieder die Meisterpflicht gelten, dies hat der Bundesrat jetzt abschließend bestätigt. Die Freude in den entsprechenden Gewerken ist groß. Kritiker warnen vor den Folgen der Reform.

Dieser Artikel ist Bestandteil des Themenpakets Meister im Handwerk

Knappe 16 Jahre ist es her, als unter der damals rot-grünen Bundesregierung die Meisterpflicht in 53 Gewerken abgeschafft wurde. Jetzt ist beschlossen: die Zugangsbeschränkung wird in zwölf Gewerken zum 1. Januar 2020 wieder eingeführt. Der Bundesrat hat in seiner letzten Sitzung des Jahres einer entsprechenden Änderung der Handwerksordnung abschließend zugestimmt.

Mit dem Beschluss ist eine bestandene Meisterprüfung künftig wieder die Voraussetzung dafür, sich mit einem eigenen Betrieb selbstständig zu machen. Eine Meisterpflicht kann eingeführt werden, wenn es sich um gefahrgeneigte Handwerke handelt, bei denen eine unsachgemäße Ausübung eine Gefahr für Leben oder Gesundheit bedeutet. Auch Kulturgüterschutz ist ein Kriterium, das eine Zulassungsbeschränkung rechtfertigt.

Die Bundesregierung reagiert mit dem Gesetz auf schwindende Ausbildungszahlen und Qualität. Mit der Rückkehr zur Meisterpflicht sollen Fehlentwicklungen durch die Handwerksnovelle 2004 wiedergutgemacht werden. Die Berufe sollen wieder attraktiver und das Niveau der Leistungen angehoben werden.

In diesen zwölf Gewerken wird die Meisterpflicht wiedereingeführt

Bis zu der Entscheidung war es ein langer Weg. Nach langjährigen Forderungen aus dem Handwerk, griffen im September 2018 Vertreter von Union und SPD das Thema Rückvermeisterung auf. Es folgten zahlreiche Debatten, Fachverbände wurden angehört, ökonomische und juristische Gutachten erstellt. Einige Gewerke scheiterten mit ihrem Anliegen, etwa das Bestatterhandwerk. Die Regierung sah es letztlich in zwölf Berufen als erforderlich an, die Meisterpflicht wiedereinzuführen.

Ab dem 1. Januar 2020 ist der Meistertitel deshalb in den Berufen Fliesen-, Parkett- und Mosaikleger, Betonstein- und Terrazzohersteller, Estrichleger, Behälter- und Apparatebauer, Parkettleger, Rolladen- und Sonnenschutztechniker, Drechsler und Holzspielzeugmacher, Böttcher, Glasveredler, Schilder- und Lichtreklamehersteller, Raumausstatter sowie Orgel- und Harmoniumbauer wieder vorgeschrieben. Für bereits am Markt tätige Betriebe sieht die Regelung einen Bestandsschutz vor.

Starkes Zeichen für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk

"Bundestag und Bundesrat setzen mit ihrem klaren ‚Ja zum Meister‘ ein starkes Zeichen für mehr Qualität und Qualifizierung im Handwerk", sagte Hans Peter Wollseifer, Präsident des Zentralverbands des Deutschen Handwerks (ZDH). Die Wiedereinführung des Meisterbriefes sei ein klares Bekenntnis zur Wertigkeit von beruflicher Ausbildung. Die Aufhebung der Meisterpflicht habe die fatale Botschaft ausgesendet, Qualifizierung sei nicht wichtig. "Das hat den Wissenstransfer über den Dreiklang Meister, Geselle, Azubi massiv geschwächt und damit letztlich die Wettbewerbsfähigkeit der Unternehmen", so Wollseifer. Die Wiedereinführung der Meisterpflicht bewertet er als klaren Schritt in Richtung Zukunft.

So reagieren die Gewerke auf die Rückkehr zum Meister

Auch in den einzelnen Gewerken ist die Freude groß – ebenso die Hoffnung, dass sich die Entwicklungen der vergangenen Jahre mit der Rückvermeisterung wieder umkehren lassen. Allein im Fliesenlegerhandwerk hatte sich die Zahl der Betriebe seit der damaligen Reform von 12.400 auf mehr als 70.000 versechsfacht. 40 Prozent davon sind Ein-Mann-Betriebe, bilden also nicht aus. Zahlreiche der Selbstständigen besitzen zudem selbst keine Fliesenlegerausbildung. Die Folge: während die Zahl der Auszubildenden um 67 Prozent schrumpfte, nahmen die Mängel bei Fliesenarbeiten immer weiter zu.

Fliesenleger

Entsprechend gelöst kommentierte der Fachverband Fliesen und Naturstein die erhoffte Rückkehr zur Meisterpflicht. "Nun heißt es für uns, nach vorne zu schauen. Wir freuen uns auf die neuen Meister in unserem Handwerk, die das Qualitätsniveau langfristig auf hohem Niveau sichern", sagte Karl-Hans Körner, Vorsitzender des Fachverbands im Zentralverband des Deutschen Baugewerbes (ZDB).

"Die wieder eingeführte Meisterpflicht gibt jungen Menschen eine gute Perspektive, ihren Weg in unserem Handwerk zu gehen, denn wir bieten vielfältige und abwechslungsreiche Aufgaben und gute Aufstiegschancen." All jenen, die derzeit ohne Meistertitel in der Handwerksrolle eingetragen sind, empfiehlt er das Qualifizierungsprogramm "Zert-Fliese". Über dieses könnten sich Betriebsinhaber ohne Meistertitel modular dem Niveau der aktualisierten Meisterprüfungsverordnung anpassen.

Parkettleger

Ähnliche Probleme wie im Fliesenlegerhandwerk beklagten auch die Parkettleger. Die Anzahl der Betriebe stieg zwischen den Jahren 2000 und 2018 um das fünffache, die Zahl der Auszubildenden verringerte im selben Zeitraum um 30 Prozent, die der Meisterabsolventen um 55 Prozent.

Als Indiz für die damit einhergehende Qualität nennt Manfred Weber, stellvertretender Bundesinnungsmeister des Bundesverbands Parkett und Fußbodentechnik, die gestiegene durchschnitteliche Schadenssumme. "Im Jahr 2004 betrug die durchschnittliche Schadensumme 14.169 Euro, im Jahr 2018 betrug die durchschnittliche Schadensumme 58.537 Euro. Das entspricht einer Steigerung des 4,13-fachen seit dem Wegfall der Meisterpflicht", so Weber.

Begleitet wurde diese Entwicklung von zahlreichen Einzelunternehmerinsolvenzen. "Man erkennt an den Zahlen deutlich, dass die Zahl der Gesellen- und Meisterausbildung sowie die fachliche Qualität der ausgeführten Arbeiten eng miteinander verstrickt sind." Die Abschaffung sei ein Fehler gewesen. "Alles in Allem sind wir mit der Rückkehr zur Meisterpflicht im Parkettlegerhandwerk vollends zufrieden."

Zentralverband des deutschen Baugewerbes

Auch ZDB-Hauptgeschäftsführer Felix Pakleppa zeigte sich glücklich mit dem Beschluss des Bundesrats. "Mit der Wiedereinführung der Meisterpflicht im Fliesenleger-, Estrichleger-, Betonsteinhersteller- und Parkettlegerhandwerk hat der Gesetzgeber endlich die Entscheidungen aus dem Jahr 2003 korrigiert, die zu den enormen Fehlentwicklungen und Verwerfungen auf dem Baumarkt geführt haben." Er sieht den Beschluss angesichts der enormen Schäden durch unsachgemäße Ausführung auch als Meilenstein im Interesse der Verbraucher.

Behälter- und Apparatebauer

Die Behälter- und Apparatebauer ihrerseits sehen in der Wiedereinführung der Meisterpflicht ein notwendiges Signal zur Stärkung der Branche und die beste Garantie für Qualitätsarbeit, Leistungsfähigkeit und Innovationskraft. "Diesen Weg politisch weiter zu verfolgen und die berufliche Weiterbildung im Handwerk nun auch vergleichbar zu fördern wie ein Studium, ist nur konsequent", sagte Helmut Bramann, Hauptgeschäftsführer des Zentralverbands Sanitär Heizung Klima (ZVSHK), in dem das Gewerk organisiert ist.

Schilder- und Lichtreklamehersteller

Der Meisterbrief sei ein Erfolg, der auch ein Verdienst zahlreicher Unterstützer aus Politik, Wirtschaft und Verbänden sei, kommentierte die Vorsitzende des Zentralverbands Schilder und Lichtreklame (ZVSL) Martina Gralki-Brosch die Entscheidung des Bundesrats.

"Die Wirkung des zurückgekehrten Meisterbriefs kann für uns gar nicht hoch genug eingeschätzt werden. Sie reicht von neu gewonnenem Vertrauen der Kunden durch mehr Sicherheit und Qualität handwerklicher Leistung aufgrund der mit dem Meisterbrief verbundenen höheren Qualifizierung, über die nachhaltige Existenzsicherung zahlreicher Betriebe bis hin zum neuen Selbstverständnis unseres Verbands."

Für ZVSL-Geschäftsführer Ludgerus Niklas ist die Rückvermeisterung ein konsequenter Schritt in die richtige Richtung, der sogar schon deutlich früher hätte erfolgen müssen. Die Handwerksnovelle von 2004 habe "ihre Ziele, die Förderung von soliden Existenzgründungen und die Schaffung von Arbeitsplätzen, verfehlt", so Niklas.

Rolladen- und Sonnenschutztechniker

"Unsere Botschaft, dass Verbraucherschutz, die Vermeidung von Gefahren für Leib und Leben, Kulturgüterschutz, nachhaltige und qualifizierte Ausbildung sowie ein wirkungsvoller Beitrag zum Klimaschutz durch Energieeinsparung nur mit der Meisterqualifikation funktionieren können, ist in der Politik quer durch fast alle Fraktionen im Bundestag und bei den Ländern angekommen", kommentierte Ingo Plück, Hauptgeschäftsführer des Bundesverbands Rolladen und Sonnenschutz das "Ja zum Meister" im Bundesrat. Somit könnten nun endlich die schweren Fehler der Handwerksnovelle beseitigt und die Weichen in die richtige Richtung gestellt werden.

Drechsler und Holzspielzeugmacher

Für das Drechslerhandwerk ist die Rückvermeisterung bereits der dritte große Erfolg innerhalb von nur 15 Monaten. Zuvor wurde das Gewerk bereits in das bayerische und deutsche Kulturerbe aufgenommen.

Der Verband des Deutschen Drechsler- und Holzspielzeugmacherhandwerks hofft nun, dass künftig wieder mehr junge Leute die Meisterprüfung ablegen, Betriebe gründen oder übernehmen und selbst qualifizierten Nachwuchs ausbilden. "Ich bin sehr froh, dass es zu dieser Entscheidung gekommen ist. Aber leider ist der seit der Novellierung der Handwerksordnung 2004 angerichtete Schaden kaum wiedergutzumachen – wir haben eine komplette Generation an Gesellen und Meistern verloren", sagt Bundesinnungsmeister Walter Hoppe.

Die Liberalisierung habe zahlreiche Ein-Mann-Betriebe hervorgebracht, die ebenso schnell wieder verschwanden. Zudem brach die Ausbildung infolge der Handwerksnovelle ein. Geschäftsführer Thomas Mörtel glaubt dennoch daran, dass die jetzige Entscheidung ein Wendepunkt sein kann. "Als Folge der politischen Entscheidung vor fast zwei Jahrzehnten drohten die fachlich fundierten und tradierten Lehrinhalte des Drechslerhandwerks verloren zu gehen. Nun sind wir von einer Kehrtwende überzeugt."

Böttcher

Ähnlich optimistisch blicken die Böttcher in die Zukunft. "Die Meisterpflicht hat aus unserer Sicht insgesamt einen positiven Einfluss auf die Wahrnehmung des Berufsbildes in der Öffentlichkeit und bietet somit einen höheren Anreiz als Ausbildungsberuf", sagte Andreas Schremmer vom Verband des Deutschen Fass- und Weinküferhandwerks. Durch die deutlich erweiterten Kenntnisse eines Meisters könne zudem eine höhere Produktqualität erreicht werden.

"Wir waren von Anfang an fest davon überzeugt, dass das Holzfass, in dem nichts weniger als sensible und hochwertige Lebensmittel hohen kulturellen Rangs gelagert und transportiert werden, nicht von jedermann hergestellt werden kann und darf. Das ist schon allein dem Verbraucherschutz mehr als geschuldet", ergänzte Wilhelm Schmid, Obermeister der Landesinnung Bayern des Schäffler-, Böttcher- und Weinküferhandwerks.

In puncto Arbeitssicherheit erhofft sich das Gewerk ebenso positive Effekte von der Rückvermeisterung. Zuletzt habe die Berufsgenossenschaft aufgrund von Arbeitsunfällen die Gefahrenklasse der Böttcher verändert und die Zahlungen der Betriebe hierdurch verdoppelt. "Dies wäre sicherlich noch extremer ausgefallen, wenn nicht noch viele Meister in unseren Betrieben wären. Für Mitarbeiter können Arbeitsunfälle vermieden werden und Kunden erhalten saubere Lebensmittel in sauberen Fässern", so Schremmer. Die Herstellung von Holzfässern beschreibt er als eine Jahrtausend alte Tradition mit kulturellen Vermächtnissen. "Diese gilt es zu erhalten."

Raumausstatter

Auf eine immerhin 700-jährige Geschichte kann auch das Raumausstatterhandwerk zurückblicken, berichtet Harald Gerjets, Präsident des Zentralverbands Raum und Ausstattung (ZVR). Er ist überzeugt, dass das angesammelte Wissen ohne umfassende Ausbildung verloren gegangen wäre. Die endgültige Entscheidung wertet er daher als großen Erfolg.

"Meine große Befürchtung war immer, dass es diesen schönen Beruf ohne Rückführung dann in einigen Jahren in dieser Form nicht mehr gegeben hätte", so Gerjets. Von der Wiedereinführung erhofft er sich "eine natürliche Ausdünnung der unredlichen Pseudo-Handwerker, insgesamt eine Stärkung des Berufs durch größere Attraktivität, eine erhöhte Ausbildungsbereitschaft, verbesserte Ausbildung durch höhere Anforderungen in Berufs- und Meisterschulen, mehr Gesundheitsschutz für Mitarbeiter und Kunden, Stärkung der Innungen und eine höhere Bereitschaft zu Weiterbildung." Nach wie vor stünde jedoch noch viel Arbeit bevor. So seien etwa noch einige Abgrenzungsfragen ungeklärt.

Orgel- und Harmoniumbauer

Viel Wiederaufbauarbeit hat auch das Orgelbauerhandwerk zu bewerkstelligen. Dass nun die Meisterpflicht wiedereinkehrt, sei sehr gut, sagte Orgelbaumeister Frank Weimbs. "Aber leider wurde die damalige Fehlentscheidung viel zu spät wieder rückgängig gemacht." Der Wegfall der Meisterpflicht habe dazu geführt, dass viel weniger Orgelbauer den Weg in die Meisterausbildung gegangen sind. "Die Folge war, dass die Abteilung der Meisterausbildung in Ludwigsburg beinahe geschlossen werden musste", so Welbs.

Die Jahre seit 2004 hätten viel Know-how und Qualität gekostet. Nicht zuletzt auch deshalb, weil die vielen neugegründeten Ein-Mann-Betriebe kein Interesse daran zeigten, Lehrlinge auszubilden. Er freut sich, dass jungen Auszubildenden nun endlich wieder eine Perspektive geboten werden könne. "Ohne den Meistertitel konnte man kaum Anreize bieten, sich danach zu spezialisieren oder eine entsprechende weitere Ausbildung in Angriff zu nehmen. Sprich, auch die Verdienstmöglichkeiten waren schnell zu Ende besprochen", so Welbs.

Der Orgelbaumeister freut sich, dass das deutsche Handwerk mit seiner Meisterausbildung jetzt auch wieder ein Stück im Ausland gestärkt wird. "In Japan zum Beispiel wird unser Meister mit einem Doktortitel gleichgesetzt. Man hat also große Achtung vor einem Meister."

Rückkehr zur Meisterpflicht: Das sagen die Kritiker

Bei aller Euphorie in den betreffenden Gewerken, die Ausweitung der Meisterpflicht findet nicht nur Befürworter. Ein Gegner der Rückvermeisterung ist etwa die Monopolkommission, ein Beratergremium der Bundesregierung. "Es gibt keine empirischen Belege, dass nur durch Meisterpflicht Qualität und Qualifikation im Handwerk gesichert werden kann", kritisierte der Vorsitzende Achim Wambach die Reform.

Er wies darauf hin, dass die Europäische Kommission Deutschland regelmäßig mahne, den Wettbewerb bei reglementierten Berufen zu verstärken. Die Reform bewirke jedoch genau das Gegenteil. Künftig dürfte es zu deutlich weniger Markteintritte in den betreffenden Gewerken und damit auch weniger Wettbewerb kommen, befürchtet er. Das könnte sich auch bei den Verbrauchern bemerkbar machen: "Die Wartezeiten und die Preise können steigen", so Wambach.

Ähnlich sieht das Jonas Kuckuk vom Berufsverband unabhängiger Handwerkerinnen und Handwerker (BUH). "Die erwünschten Ziele der Reform sind vielfach richtig, sie lassen sich dadurch jedoch nicht erreichen." Wie die Monopolkommission prognostiziert auch er höhere Preise und längere Wartezeiten. Zudem glaubt der Reetdachdecker, dass sich der Nachwuchs- und Fachkräftemangel durch die Novelle zusätzlich verschärfen könnten. "Die ‚Rolle rückwärts‘ wird an sich selbst scheitern, bevor sie an der EU-Rechtssprechung scheitert", so Kuckuk.

Kommt die Meisterpflicht auch in anderen Gewerken zurück?

Ob er mit seiner Einschätzung richtig liegt, könnte sich bei der angekündigten Evaluierung der Novelle in fünf Jahren zeigen. Dann will die Bundesregierung auch darüber beraten, ob und welche weiteren Gewerke zur Meisterpflicht zurückkehren könnten. Ein paar Kandidaten hätte ZDH-Präsident Wollseifer da schon auf dem Zettel. Wie er kürzlich mitteilte, hofft er, dass mittelfristig auch die Buchbinder, Uhrmacher, Gold- und Silberschmiede und Musikinstrumentenbauer wieder in die Meisterpflicht zurückgeholt werden können.

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