Gesundheit -

Tag des Schlafes Jeder Fünfte schläft nur fünf Stunden

Am 21. Juni ist "Tag des Schlafes". Eine Studie zeigt, dass viele Deutsche in der Nacht nur schwer zu Ruhe kommen. Schnarchende Partner und Umgebungslärm sind die Ursachen.

Schlechter Schlaf hat viele Gründe. Häufig sorgen störende Geräusche dafür, dass man nachts nur schwer ein Auge zu tut: So fühlt sich laut DAK-Gesundheitsreport 2017 jeder Neunte im Schlafzimmer durch Umgebungslärm wie Straßenverkehr gestört. Manchmal befindet sich die Störquelle allerdings nicht auf der anderen Seite der Wand, sondern im eigenen Bett: Insgesamt jede vierte Frau (27 Prozent) schläft schlecht, weil ihr Partner schnarcht oder sich zu viel bewegt.

Frauen bemühen sich um guten Schlaf

Fehlt die Nachtruhe, verkürzt sich auch die Schlafenszeit: Knapp jeder fünfte Befragte (19 Prozent) schläft nachts nur maximal fünf Stunden - dabei schlafen Frauen und Männer gleichermaßen zu wenig. Es sind jedoch die Frauen, die öfter aktiv gegen ihre Schlafprobleme vorgehen: So schaffen sich 14 Prozent von ihnen bewusst Rituale vor dem Zubettgehen – bei Männern sind es hingegen nur neun Prozent. 23 Prozent der Frauen und 18 Prozent der Männer versuchen wiederum die Stressbelastung zu reduzieren, um ihren Schlaf zu verbessern. Jede zehnte Frau wendet zudem Entspannungstechniken wie autogenes Training oder progressive Muskelentspannung an. Darauf greifen lediglich vier Prozent der Männer zurück.

Schlafstörungen beeinflussen Gesundheit

Dass zu wenig Schlaf der Gesundheit schadet, ist ein offenes Geheimnis: Anhaltende Schlafstörungen erhöhen zum Beispiel das Risiko für Depressionen und Angststörungen. Beim Blick auf die Krankschreibungen wird deutlich: Frauen fehlen aufgrund von schweren Schlafstörungen – auch Insomnien genannt - mit Ein- und Durchschlafstörungen, schlechter Schlafqualität, Tagesmüdigkeit und Erschöpfung häufiger im Job. Männer schreiben sich dagegen öfter wegen einer Schlafapnoe krank. Die Betroffenenquote dieser Schlafstörung mit Atemaussetzern ist bei ihnen viermal höher als bei Frauen.

Zahlen der Gesundheitsberichterstattung des Bundes zeigen, dass im Jahr 2015 insgesamt 122.270 Menschen aufgrund von Schlafstörungen im Krankenhaus behandelt wurden. Schlafprobleme sind somit kein Problem, dass auf die leichte Schulter genommen werden sollte.

Genügend Schlaft macht nicht nur fitter, sondern "auch gesünder und gelassener", weiß DAK-Vorstandsvorsitzender Andreas Storm. "Unsere Studie zeigt, dass sich dies dann auch positiv auf die Gesundheit des Partners auswirken kann." dhz

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