Deutschland -

Stiftung Warentest Jeden vierten Anschlusszug verpasst

Die Deutsche Bahn hat bei einem Pünktlichkeits-Test der Stiftung Warentest schlecht abgeschnitten. Vor allem im Fernverkehr ist das Ausmaß der Verspätungen besorgniserregend.

Mehr als ein Drittel der Züge habe sich um vier oder mehr Minuten verspätet, und jeder siebte um mehr als zehn Minuten. Bei Verspätungen konnte den Angaben zufolge jeder vierte Anschlusszug im Test nicht mehr erreicht werden.

Von mehr als 90.000 Zügen überprüften die Tester laut Stiftung an zehn großen Hauptbahnhöfen im vergangenen Herbst die Ankunftszeiten. Streiktage seien dabei unberücksichtigt geblieben. Am unpünktlichsten waren dem Test zufolge die Züge in Dresden, Hamburg und Köln. Am besten sei der Fahrplan in Leipzig eingehalten worden. Im abendlichen Berufsverkehr und an Wochenenden habe es ein besonders hohes Verspätungsrisiko gegeben.

Bahn weist Test zurück

Die Bahn erklärte, der Test erlaube keine allgemein gültigen Rückschlüsse und sei somit nicht repräsentativ. Im vergangenen Jahr seien im Schnitt neun von zehn Zügen im Personenverkehr pünktlich gewesen und Anschlusszüge seien in rund 93 Prozent der Fälle erreicht worden. Trotz aller Anstrengungen seien Störungen im Bahnbetrieb und damit Zugverspätungen nicht immer vermeidbar. Laut Bahn wurden von den Testern über einen begrenzten Zeitraum von etwas über 30 Tagen lediglich rund zehn Prozent der täglich fahrenden Personenverkehrszüge untersucht.

ddp

© deutsche-handwerks-zeitung.de 2020 - Alle Rechte vorbehalten