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Frühjahrsgutachten Institute senken Konjunkturprognose 2008

Führende Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten nach Angaben aus informierten Kreisen in ihrem Frühjahrsgutachten im laufenden Jahr einen Anstieg des Bruttoinlandsproduktes von 1,8 Prozent.

Damit haben sie ihre Prognose aus dem Herbstgutachten von bislang plus 2,2 Prozent kräftig reduziert. Im kommenden Jahr 2009 rechnen die Institute mit einem Wachstum von 1,4 Prozent, wie die Nachrichtenagentur Dow Jones Newswires von einer mit dem Gutachten vertrauten Person erfuhr. Das Gutachten wird offiziell am Donnerstag vorgelegt.

Bei ihren Prognosen unterstellen die Institute 2008 einen Ölpreis von 98 Dollar und 2009 einen Ölpreis von 100 Dollar. Sie haben ihrer Prognose außerdem die Annahme eines Euro-Kurses von 1,58 Dollar zugrunde gelegt. Die Konjunkturexperten erwarten im Prognosezeitraum keine Zinsänderung durch die Europäische Zentralbank (EZB).

Arbeitslosigkeit soll 2009 Drei-Millionen-Grenze unterschreiten

Bezüglich der Arbeitslosigkeit erwarten die Wirtschaftsforschungsinstitute in diesem und im nächsten Jahr eine weitere Zunahme der Beschäftigung, wie das "Handelsblatt" berichtet. Bis 2009 soll die Zahl der Arbeitslosen unter die drei Millionen-Marke sinken und dann bei nurmehr 2,9 Millionen Personen liegen. Die Zahl der Erwerbstätigen soll von 39,737 Millionen auf 40,210 Millionen in diesem Jahr und auf 40,341 Millionen im Jahr 2009 steigen.

Die Inflation wird nach der Prognose vor allem in diesem Jahr hoch sein, schreibt das "Handelsblatt" weiter. So erwarteten die Forscher einen Anstieg der Verbraucherpreise auf 2,6 Prozent nach 2,3 Prozent 2007. Nächstes Jahr solle sich die Lage wieder entspannen auf einen Preisansteig von dann 1,8 Prozent. Der Staatshaushalt rutsche nach dem Gutachten in diesem Jahr mit 0,3 Prozent wieder leicht ins Defizit und werde 2009 ein kleines Plus von 0,1 Prozent erreichen – bezogen auf die Haushalte von Bund, Ländern, Gemeinden und Sozialkassen.

ddp

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