Niederbayern-Oberpfalz -

Zentrum für Land- und Baumaschinentechnik Innovative Ausbildungsstätte für Handwerker eingeweiht

Die Handwerkskammer hat nach knapp zwei Jahren Bauzeit das neue Zentrum für Land- und Baumaschinentechnik im Bildungszentrum in Landshut offiziell in Betrieb genommen.

Die Kosten für den über 1.000 Quadratmeter großen Neubau samt Ausstattung belaufen sich auf 4,6 Millionen Euro. Ab sofort finden dort die überbetrieblichen Lehrlingsunterweisungen und die Meisterkurse für Land- und Baumaschinenmechatroniker statt.

Wertvolle Investition in Ausbildung, ­Handwerk und Region

„Die Ausgaben für den Neubau sind eine wertvolle Investition in die Ausbildung, in die Leistungsfähigkeit des Handwerks und damit auch in unsere Region“, so der Präsident der Handwerkskammer Dr. Georg Haber in seiner Festrede.

„Die Landwirtschaft und das Bauwesen sind zwei äußerst wichtige Wirtschaftszweige in der Region Landshut, die viele Arbeitsplätze schaffen, und Gründe für die gute wirtschaftliche Situation. Ein Bildungszentrum in diesem Bereich ist wichtig, um die Facharbeiter fortzubilden und die dringend benötigten Fachkräfte von morgen auszubilden. Eine tolle Initiative der Handwerkskammer: Wir sind froh, dass Landshut als Standort für das neue Zentrum ausgewählt wurde“, erklärte der Landrat des Landkreises Landshut, Peter Dreier.

Mit dem neu geschaffenen Gebäude mache sich auch die Handwerkskammer als führende Bildungseinrichtung im Handwerk fit für die Zukunft. „Das neue Zentrum für Land- und Baumaschinentechnik ist voll auf die Anforderungen und Bedürfnisse der angehenden Gesellen und Meister abgestimmt. Das ermöglicht uns ein Schulungsgeschehen auf dem neuesten Stand der Technik“, berichtete Haber weiter.

Berufsausbildung schafft Gewinner

„Berufsausbildung schafft Gewinner – mit Sicherheit!“, so der Ministerialrat Dr. Peter Stein in seinen Grußworten. Er erinnerte daran, dass im Freistaat die Jugendarbeitslosigkeit auch in den Wintermonaten nur bei 2,6 Prozent liege. In der gesamten Europäischen Union (EU) seien es 15 Prozent. Die EU investiere 8,8 Milliarden Euro in die Bekämpfung der Jugendarbeitslosigkeit. „Davon könnte man EU-weit das Zentrum für Bau- und Landmaschinentechnik 2.514-mal gefördert bauen“, rechnete Dr. Stein vor.

Es gelte stets der einfache Dreisatz: „Hochmoderne Bildungsstätten schaffen hochwertige Qualifikation. Hochwertige Qualifikation schafft nachhaltige Wettbewerbs­fähigkeit der Betriebe. Wettbewerbsfähige Betriebe investieren in attraktive Aus- und Fortbildung.“ Erwin Schneck, dritter Bürgermeister der Stadt Landshut, fügte hinzu: „Drei Dinge machen einen guten Handwerker: Wissen, Können und Wollen.“

64 neue Aus- und Weiterbildungsplätze geschaffen

Insgesamt wurden zwei neue Werkstätten, ein Labor sowie zwei Unterrichtsräume mit 64 Plätzen errichtet. Die notwendigen finanziellen Mittel wurden zu 45 Prozent vom Bundesministerium für Bildung und Forschung über das Bundesinstitut für Berufsbildung (BIBB) bereitgestellt, weitere 30 Prozent der Kosten wurden durch den Freistaat Bayern, über die Regierung von Niederbayern, aus Mitteln des Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) beigesteuert. 25 Prozent der Investitionskosten hat die Handwerkskammer selbst übernommen.

Hervorragende Zusammenarbeit aller Beteiligten

Haber dankte den Planern und Baufirmen, den Fördermittelgebern und allen weiteren am Bauprojekt Beteiligten für die vorbildliche Zusammenarbeit bei diesem Großprojekt. „Besonders freut es mich, dass es während der gesamten Bauzeit zu nahezu keinem Kursausfall kam“, erklärte er.

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