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Inka, die Könige der Anden

Die völkerkundliche Ausstellung im Lokschuppen in Rosenheim zeigt über 250 Exponate der Sonnenkönige der Anden.

Wer einen Urlaub in den oberbayerischen oder Tiroler Alpen plant, kann jetzt quasi auch einen Abstecher in die Anden einplanen. Im Ausstellungszentrum Rosenheim, dem Lokschuppen, sind die Inkas eingezogen. Die Ausstellung "Inka – Könige der Anden" , die im Stuttgarter Linden-Museum bereits über 100.000 Besucher angelockt hat, "entführt in die Welt der Sonnensöhne", so der Leiter der Rosenheimer Veranstaltungs-GmbH Peter Lutz.

Das Reich der Inkas war gigantisch, es bestand aus 200 verschiedenen ethnischen Gruppen, die in einem Land mit extremen klimatischen Gegensätzen auf fast 5.000 Kilometern entlang der Anden vom heutigen Kolumbien bis Chile lebten. Es fand sein Ende durch einen mörderischen Bürgerkrieg, den sich die spanischen Eroberer im 16. Jahrhundert zunutze machten.

"Der Fokus der Ausstellung liegt auf der imperialen Phase der Inka. Im Mittelpunkt stehen die Architektur, das Leben der Inka-Adligen in Cusco, die Religion mit dem Sonnentempel als Zentrum, Krieg, Landwirtschaft und nicht zuletzt die Verwaltung des riesigen Reiches mit Hilfe von Knotenschnüren", so Professor Inès de Castro, die Direktorin des Linden-Museums.

Der Besucher wird anhand der berühmtesten Inka-Herrscher durch die Ausstellung geleitet. Sie zeigt rund 250 einzigartige Exponate, wie farbenprächtige und reich gemusterte Textilien, keramische Gefäße, Opferschalen aus Stein, Waffen, Goldschmuck, und Rekonstruktionen archäologischer Stätten.

Diese Objekte wurden so noch nie in Europa gezeigt und aus internationalen Museen und Sammlungen zusammengetragen. Linden-Museum und Lokschuppen haben zur Ausstellung einen prächtigen Katalog herausgegeben, der diese spannende Reise durch die Welt der Inkas wunderbar erläutert.

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